Manchmal bekommt auch ein Museum neue Werke;)

Arschloch Parken für Anfänger

Hallo liebe Krötmunity,

nach einer kurzen Verschnaufpause bin ich wieder für Euch da. Es gab für mich viel zu tun in der Zwischenzeit. Ich habe diverse Kurzgeschichten geschrieben. Eine davon is eine besondere: sie ist in SMS Form. Eine Variante des Schreibens, die für „Casual“ Leser wie gemacht ist. Es werden kurze, spannende und knackige Geschichten in SMS Form dargeboten. Die App heißt Storybits. Ladet sie gerne herunter:) Mehr Infos über https://www.storybits.co/digitale/

Außerdem habe ich diverse Lesungen von meinen und anderen Geschichten gehabt und mir auch ein wenig Freizeit gegönnt. Dann musste natürlich der große Brunnen im Krötor HQ gereinigt werden, die Flamingos gefüttert werden, die Robben trainiert werden, die Aaale geaalt werden und so weiter und so fort. Nachdem UJM nicht mehr da ist, Farin Ferien sich dezent raushält und Persona Nummer 4 nicht existetent zu sein scheint, ist das gar nicht so einfach, alles alleine zu bewerkstelligen. Aber wir haben vor dem Krötor HQ einen großen Parkplatz, so dass ich nicht allzuviel zu Fuß gehen muss. Das bringt mich zu unserem heutigen Thema: Arschloch Parken für Anfänger.

Neben der Krötor Kiste, arbeite ich noch (als Eventmanager) in einer Firma. Diese hat auch einen einen Parkplatz. Leider ist dieser Parkplatz unglaubliche 100 Meter von der Firma entfernt. Diese gilt es zu erwandern, wenn man zu seinem Arbeitsplatz möchte.

Für die früh Eintreffenden bietet es sich an, direkt gegenüber der Firma zu parken, da sich auch dort ein Parkstreifen befindet. Somit ist man nur 10 Meter weit unterwegs. AAAAABBBBBERRR: es hat sich eine neue beliebte Parksituation eingeschlichen: Am Straßenrand parken. Ich hasse das wie die Pest. Dazu aber später mehr. Wie immer in dieser Kolumne, können wir die Parkenden in Kategorien aufteilen. Heute sind es drei an der Zahl:

1. Der Ich-parke-auf-den-offiziellen-Parkplätzen-Typ:

Hier haben wir den Sieger. Den Helden. Du machst alles richtig und gehst keinem auf die Nerven. Du parkst so, wie es sein soll. Außerdem hast Du noch einen gesunden Fußweg. Und diesen sogar zweimal am Tag. Oder viermal, wenn Du noch zur Pause fährst. Alle anderen Angestellten lieben und vergöttern Dich. Mädels und Jungs fallen reihenweise um, alleine wegen Deiner Art zu parken. Ändere nichts an Dir. Zeuge viele Kinder, bezahle ihnen den Führerschein und zeig ihnen, wie man parkt. Sorge dafür, dass Deine Kinder dies ebenso tun und Du machst die Welt ein Stück besser. Außerdem wird der Klimawandel gestoppt, es wird keine Kriege mehr geben und wir werden bald alle in Utopia leben. Wir alle danken Dir.

2. Der Ich-parke-am-scheiss-Strassenrand-Typ (Bild links unten):

Diese Nazi-Parker schaffen es jeden Tag, mich aufzuregen. Warum zur Hölle kann man nicht einen Parkplatz nutzen, wenn er doch da ist? Ist der Straßenrand Eure Penisverlängerung? Braucht Ihr das, für Euer Ego? Gibt Euch das einen Kick? Bekommt Ihr dadurch einen Parkgasm? Ich jedenfalls verstehe es absolut nicht. Ich wünsche Euch

einen Fahrschul-LKW, der aus der Spur kommt und mal richtig aufräumt. Am liebsten würde ich Krötor Bänke und Statuen auf den scheiss Strassenrand stellen, damit niemand mehr da parken kann. Ihr seid keine guten Menschen. Ich werdet vermutlich in die Hölle kommen und dort wird es definitiv keine Parkplätze geben, die direkt vor Eurer Folterkammer liegen. Mit Sicherheit nicht.

3. Der Ich-parke-länger-als-zum-Ausladen-direkt-vor-der-Tür-Typ (Bild rechts oben):

Alter geht´s noch? Warum machst Du das??????? Du setzt dem Ich-parke-am-scheiss-Strassenrand-Typ ja noch einen drauf. Ich werde jetzt gar nicht weiter über Dich reden. Dann hast Du keine Bühne und hoffentlich rege ich niemand an, so zu werden, wie Du.

So Leute. Dann mal viel Spaß beim Parken und feiert gut Karneval!!!!

Stay tuned

7 dämliche Fragen an…

Hallo liebe Krötmunity,

es geht mal wieder weiter mit den 7 dämlichen Fragen. Unser heutiger Stargast ist… Künstler 🙂 wer hätte das gedacht. Hierbei handelt es sich aber um einen besonderen Künstler, den ich sehr mag. Besonders, weil er mein Lieblings-Browser-Spiel / Webcomic gestaltet und mitentwickelt hat. Hierbei handelt es sich um „Shakes and Fidget“. Aktuell pausiere ich das Spiel zwar, aber ich habe Level 354. Was für ein Hammer Typ ich doch bin. Reinschauen lohnt sich. Außerdem hat unser Gast den Webcomic Schisslaweng, in dem er sein eigenes Leben meta-mäßig rüberbringt. Aktuell zwar etwas traurig, aber mehr als lesenswert. Schisslaweng gibt´s übrigens auch zu kaufen – siehe hier!

Die Lobeshymne geht weiter, denn unser Gast hat auch am Charakterdesign für “ The Book of unwritten Tales 2“ mitgearbeitet. Geiles Game, was auch für den ersten Teil gilt. Für seine Werke bekam er diverse Preise (Deutscher Entwicklerpreis „Bestes deutsches Game“ für Shakes & Fidget – The Game, 2009 ;  Best Browsergame of the year – Best Role-Playing Game für Shakes & Fidget – The Game, 2009 und weitere). Außerdem gibt es eine nette kleine Anekdote, die meinen Humor widerspiegelt, dabei lasse ich auch die Gästekatze aus dem Sack. Marvin Clifford (unser Gast) und Mario Bühling (ebenfalls ein toller Webcomiczeichner, der für die Kröte im Titelbild zuständig war) saßen auf einer Messe und zeichneten. Ich ging hin und bat Mario, meinen Charakter von Shakes and Fidget zu zeichnen. Er wies mich dezent und nett darauf hin, dass der Zeichner von Shakes and Fidget, nämlich Marvin, neben ihm sitzt. Ich ließ mich nicht beirren und Mario malte meinen Char. Witzig, gell 😉 Einen noch: auch bei der genialen Idee Lootboy hat Marvin mitgewirkt. Und er teilt sich sein Atelier mit einem weiteren tollen Webcomicmenschen, dem Flix.

So, genug rumgealbert, hier die Fragen:

  1. Warum ist mein linker Hoden kleiner, als die anderen beiden?

Wenn dein kleiner linker Hoden ab und zu mal Wasser verliert, dann ist er nicht dein linker kleiner Hoden.

  1. Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator (Modell egal) kämpft?

Würde sich Robocop auf einen Rombo-Staubsaugerroboter setzen, wäre er zumindest mal agiler. Und, wenn er sich nicht an einer Teppichkante festhakt, hat er gute Voraussetzungen gegen den Terminator zu verlieren.

  1. Warum hat Tommy Krappweis in der letzten Runde „7 dämliche Fragen an…“ versucht, mich zu dissen?

Um den Beweis vorzubringen, dass man jemand nur dann dissen kann, wenn der Betroffene klug genug ist zu kapieren, dass er gedisst wurde.

  1. (Achtung easter egg)

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  1. Wie ist die Mehrzahl von Nichts?

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  1. Warum verbrauchen leere Kühltruhen mehr Strom, als volle?

Fragst du dich nicht auch manchmal, warum du permanent so müde bist?

  1. Wie gehst Du damit um, koprophil zu sein?

Das ist einfach schlecht recherchiert. Ich bin Derjenige, der immer mit seinem Kot nackt deine Haustür bombardiert, sich damit aber nicht einreibt. Das wäre ja widerlich…

Vielen lieben Dank, Marv. Es war mir eine Freude und Ehre.

Stay tuned

P.S.: Die Binärcodes lassen sich in Text umwandeln. Google knows how 😉

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Dieses Bild zeigt Marv bei seiner Konfrontation mit den „7 dämlichen Fragen“. Das Bild wurde nur für Krötor gezeichnet. NUR FÜR MICH. Daaaaaaaaaaanke Marv. Ich bin gerade saustolz

7 dämliche Fragen an…

Hallo liebe Krötmunity,

los Krötos hat länger nichts von sich hören lassen, aber nun ist er wieder da. Dank des Ausfalls von UJM und der ständigen Abwesenheit von Farin Ferien und dem unglaublichen U. muss Kröti hier alles alleine schmeißen. Und das ist viel Arbeit. Ihr erinnert Euch vielleicht: den riesigen Brunnen in der Eingangshalle des Krötor HQ reinigen, die Fasanen füttern, Putzen, Aufräumen, Stargäste bekochen, über Trump lachen, gegen die AFD hetzen,… so Zeug halt. Aber nun ist soweit alles erledigt und wir machen weiter im Text. Und zwar mit der nächsten Runde „7 dämliche Fragen an…“.

Der heutige Kandidat ist jemand, den ich persönlich sehr schätze und bewundere. Er ist ein Alleskönner der Künste. Er ist Schauspieler, Comedian, Produzent, Drehbuchautor, Schriftsteller, Stuntmen, Buster-Keaton-Double,… dieser Mann deckt alles ab. Bekannt wurde er durch die grandiose Show „Samstag Nacht“ auf RTL damals… das waren noch Zeiten 🙂 Außerdem beglückte er Kinder und Erwachsene durch die Erfindung von „Bernd das Brot“, wofür er auch den Adolf-Grimme-Preis erhielt. Sein Familienhörspiel „Ghostsitter“ erfreut sich ebensolcher Beliebtheit, wie die Fantasy Reihe „Mara und der Feuerbringer“, deren ersten Teil er selbst verfilmte. Er hat eine eigene Produktionsfirma und lebt in München. Ich reden hier natürlich die ganze Zeit von Tommy Krappweis, der nun die 7 dämlichen Fragen beantworten wird:

1.Wie findest Du die neuen NIKE AIRdogan?
– riechen bissl streng.

2. Wer würde gewinnen, wenn der Terminator gegen Robocop kämpft?
– Sicherlich nicht das Publikum.

3. Wie stehst Du zum neuen Trend „peegasm“?
– Sooo 2008.

4. Unter dem Künstlernamen „Wigald Boning“ wurdest Du bei „RTL Samstag Nacht“ zu einem Star. Warum hast Du Dir nun einen anderen Namen gegeben?
– Weil ‚Jesus Elvis Gottkaiser‘ vom Amt abgelehnt wurde.

5. Warum hast Du mir bei der RPC 2017 von weitem gewunken?
– Ich hab nur die Achseln gelüftet, wer bist Du?

6. Zu meinem 40. Geburtstag lud ich die Gäste via Whatsapp ein. In dieser Einladung schrieb ich, dass diejenigen, die sich nicht abmelden, automatisch als kommende Personen notiert werden. Warum kam Hans Meiser nicht?
– Weil er temporär so etwas wie Restgeschmack empfand.
Trotz persönlicher Whatsapp Einladung, mit 2 blauen Häkchen?
– Nein, genau deswegen.

7. Warum sind in meinem Jamba-Spar-Abo keine von Dir komponierten Klingeltöne?
– Weil sie alle aufgehört wurden.

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Quelle: https://www.facebook.com/tommy.krappweis/photos/a.392864177572527/949975051861434/?type=3&theater

Vielen lieben Dank Tommy, es hat sehr viel Spaß gemacht (wobei Du mir teilweise verbal schön eins auf die Mütze gegeben hast :))

So… stay tuned

GELB Finale!!!

KAPITEL 11: UND NOCH EINE RUNDE

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Ich sitze auf diesem verdammten Free Fall Tower und habe eine unglaubliche Angst. Noch ist das Teil am Boden und aus einem unerfindlichen Grund habe ich keine Schuhe an. Das verstärkt meine Angst noch. Ich zittere und schwitze und warte darauf, was nun passiert. Ich schaue mich um, kann aber durch den wabernden gelben Nebel nichts erkennen. Ich beginne, die Farbe Gelb zu hassen.

Ich bin komplett festgeschnallt auf meinem Sitz. Keine Chance auf Flucht. Der Tower ist komplett schwarz. Alles in dieser düsteren Farbe gehalten, die so dunkel ist, dass sie unwirklich scheint. Und die Höhe. Ich verrenke meinen Hals, um diese unglaubliche Höhe sehen zu – und schieße unvermittelt in die Luft. Mein Magen presst sich zusammen und ich beginne vor Angst und Verzweiflung laut zu schreien. Das Teil rast mit einer unglaublichen Geschwindigkeit nach oben. Wind fährt mir schmerzhaft ins Gesicht und ich sehe überall den gelben Nebel. Auf einmal stoppt die Bahn. Ich befinde mich ungefähr in der Mitte des Towers. Ich schaue nach unten und mir wird übel. Ich muss jetzt schon über 70 Meter hoch sein. Ich versuche meine Atmung in den Griff zu bekommen und an etwas anderes zu denken, als ich mit voller Wucht runterschnelle. Ich muss mich übergeben, denn diesen freien Fall macht mein Magen nicht mit. So verabschiedet sich alles, was ich die letzte Zeit zu mir genommen habe, in den gelben Nebel und teilweise auf mich. Das ist mir aber total egal, denn ich rase mit voller Geschwindigkeit auf den Boden zu und das Ding macht keinerlei anstalten zu bremsen. Als ich mich schon zerschellen sehe wird abrupt gebremst. Fast muss ich schon wieder kotzen, aber ich kann es zurückhalten.

Nun bin wieder am Boden. Ich versuche, mich zu beruhigen. Versuche zu denken, dass alles nur ein beschissener Traum ist. Dass ich bald wach werde, alle meine Leute und mein Bruder wieder da sind und ich irgendwann über den beschissenen Traum lachen kann. Als ob der Free Fall Tower meine Gedanken lesen kann und mir zeigen will, dass es kein Traum ist, schnelle ich wieder nach oben. Ich kralle mich an der Armlehne fest und lasse es geschehen. Dieses Mal geht es ganz nach oben. Ich lasse sogar den Nebel unter mir und kann den Blick auf einen grünen Mond erhaschen, der mir eine riesen Angst einjagt. Das ist kein normales grün. Solch eine abartige Perversion dieser Farbe habe ich noch nie gesehen. Ich muss wegschauen, da ich sonst den Verstand verliere. Weiter ist am Himmel nichts zu sehen. Keine Sterne. Nur dieser nahezu blasphemische Mond. Das erste Mal seit einiger Zeit bekomme ich einen halbwegs klaren Kopf und überlege mir, wie ich aus der Nummer herauskommen kann. Tatsächlich habe ich eine Idee, die ich direkt in die Tat umsetze. “ICH WAR ES”, schreie ich. Wenn ich mich stelle, wird alles endlich enden. Es werden nicht noch mehr Menschen sterben. Natürlich kann ich selbst mir auch Schöneres vorstellen, als den Tod. Dennoch opfere ich mich, um die anderen zu retten. Wobei ich hoffe, dass der wirkliche Täter seine Strafe noch bekommt. Aber ich ertrage das hier alles nicht mehr.

Übergangslos befinde ich mich wieder am Bierstand. Vor mir stehen ein Bier und ein Schnaps. Der Barkeeper macht eine einladende Handbewegung in Richtung der Getränke und ich stürze beides hinunter.

 

KAPITEL 12: AUS DIE MAUS

 

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“Nein”, sagt der namenlose Barkeeper nur, als ich wieder etwas zur Ruhe gekommen bin. “Wie nein?”, antworte ich verdutzt. “Sie waren es nicht, mein Herr”, kommt die ruhige Antwort. “Woher wollen sie das wissen?”, frage ich ihn und schaue ihn dabei herausfordernd an. “Weil er es mir gesagt hat. Just in dem Moment, als sie sich stellten, mein Herr. Sie sind es nicht gewesen.” Ich gebe dem Barkeeper zu verstehen, dass ich noch ein Herrengedeck möchte und beginne grübelnd zu trinken. Er weiß, dass ich es nicht war. Gut. Dennoch hat die Fahrt hier für mich ein Ende. Vielleicht auch für die anderen. “Wo sind meine Leute?”, frage ich den Wirt. “Hier”, sagt der Wirt nur und auf einmal stehen alle meine Kumpels und sogar mein Bruder am Tresen. Ich renne zu meinem Bruder und nehme ihn in die Arme. Normalerweise wäre das uns beiden sehr unangenehm, aber in diesem Moment ist es genau richtig. “Was war mit Dir?”, frage ich ihn. “Du warst auf einmal nicht mehr da.” “Ich war von der Fahrt auf diesem Free Fall Tower so benommen und fertig, dass ich mich zuerst mal ausruhen musste”, kommt seine Antwort. “Egal, Hauptsache Du lebst”, sage ich und bin sehr glücklich über dieses Glück im Unglück. “Warum sind wir hier und nicht mehr auf diesen … mörderischen Fahrgeschäften?” frage ich den Barkeeper. “Er wollte euch einen Schrecken einjagen und schauen, ob der Mörder den Mut besitzt, sich zu stellen. Dem war leider nicht so. Sie sind der Einzige, der sich gestellt hat, mein Herr.” Alle schauen mich an. “Du hast Dich gestellt”, fragt Achim. “Warum hast Du das getan?” Ich erkläre allen, dass ich wollte, das alles aufhört. Dass ich lieber mein Leben opfern würde, als meine Kumpels alle sterben zu lassen. Alle schütteln die Köpfe, sehen mich aber bewundernd an. “Jedenfalls scheint es nun vorbei zu sein”, sage ich in die Runde und schaue den Wirt fragend an. “Ja”, bestätigt dieser, “es ist vorbei. Auf hoffentlich Nimmer Wiedersehen, meine Herren”, sagt der Wirt und unvermittelt sind wir wieder in Achims Wohnzimmer.

Ich schaue in die Runde und alle sehen verdutzt und fertig, aber auch unglaublich erleichtert aus. Wir sitzen zuerst einmal eine Weile sprachlos da. Achim ergreift schließlich das Wort: “Das war was”, meint er und lässt sich im Sessel zurückfallen. Wir stimmen ihm, stumm nickend, zu. Plötzlich füllt sich der Raum mit gelben Nebel. Wir schauen uns alle verängstigt an. Bevor jemand etwas sagen kann, ertönt Kasims Stimme aus dem Nichts: “ACHIM! Du bist ein böser und feiger Mensch. Du tötest aus niederen Gründen und würdest sogar deine Freunde sterben lassen, damit du unbeschadet davon kommst. Aber das lassen ich und der Gelbe nicht zu. Nun werden dir die Jahre genommen, die du mir genommen hast. Das gibt mir zwar nicht mein Leben zurück und auch nicht meine Freundin. Wegen ihr hattest du mein Auto manipuliert. Einfach erbärmlich. Aber genug geredet. Jetzt wird es Zeit für Taten.” Wir sind alle geschockt. Aber Achim steht die pure Panik ins Gesicht geschrieben. Unvermittelt werden seine Haare grau, seine Haut wird ledrig und alt. Seine Haltung ändert sich, wirkt verkrümmt. Er beginnt zu schreien. Aber das hilft ihm nichts. Er wird immer älter, blasser, schwächer und atmet schwerer. Seine Haut wird fast durchsichtig und man erkennt die Adern darin. Sein Blick wird glasig. Vor uns sitzt nun ein sehr alter Mann, der immer älter wird. “Entschuldigung”, ist das Letzte, was Achim röcheln kann, bevor er stirbt.

 

7 dämliche Fragen an…

Liebe Freunde des gepflegten Krötentums,

wir haben lange nichts mehr von uns hören lassen und das tut uns sehr leid. Dennoch bekommen wir täglich viele Klicks von unserer Krötmunity, was uns natürlich sehr freut. Nachdem wir also die Frühjahrsmüdigkeit überwunden haben, geht es weiter mit der beliebten Fragerunde. In dieser grandiosen Reihe hatten wir schon Markus Heitz, Sebastian Fitzek und Christian von Aster. Alle haben ihr Bestes gegeben, absolut sinnfreie Fragen zu beantworten und es war uns ein Fest.

Heute wird uns eine Frau beehren, die wir alle kennen. Sie war in jungen Jahren als Lucilectric, mit ihrem Hit „Mädchen“ bekannt geworden. Aus dem Mädchen ist jedoch eine wundervolle, sympathische, nette, empathische und sehr hübsche Frau geworden – die leider vergeben ist 😉

Für alle, die jetzt immer noch nicht wissen, um wen es geht, wir reden hier natürlich von Luci van Org (und ihr seid auf dem falschen Blog, LOL). Luci arbeitet als Schriftstellerin (ein Werk von ihr durfte ich sogar rezensieren: „Die Geschichten von Yggdrasil“), Drehbuchautorin, Schauspielerin, Musikerin und vielem mehr. Sie widmet sich der Kunst von ganzem Herzen, was man auch merkt. Wer mal hören möchte was sie so singt, dem lege ich ihre Bands Meystersinger und Üebermutter ans Herz. Letztere sind für mich persönlich die „weiblichen Rammstein“.

Und neben all dem ist sie auch Vollblut Schirmherrin des Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V., was ich persönlich sehr bewundere. Genug der Vorworte! Kommen wir nun zu den 7 dämlichen Fragen:

  1. Wenn der Terminator gegen Robocop kämpfen würde, wer würde gewinnen?

Alle Terminator über einen Kamm scheren? Was für ein Frevel! Aber Robocop ist ein Looser. In jedem Fall! (Ist er nicht. Anm. der Red.)

  1. Warum öffnet man bei Arzneipackungen immer die Seite, auf der sich die dämliche Packungsbeilage befindet?

Weil extra geschulte Packungswichtel sie genau so hineinlegen, dass sie grundsätzlich immer beide Seiten bedeckt.

  1. Warum wird das Wort „tatsächlich“ momentan von jedermann inflationär benutzt?

Weil eine Tat doch etwas sehr Schönes ist – und „sächlich“ eines der wenigen ganz sicher gendergerechten Wörter. Kann man sich momentan tatsächlich doch mal ganz inflationär drüber freuen. Hurra!

  1. Warum sind Titten geil?

Na, wegen der Affen! Was für ne Frage?

  1. Warum ist die Banane krumm?

Isse doch gar nicht. Nur sehr sanft und formschön gebogen.

  1. Warum hat man das Gefühl, dass ein großer deutscher Telefondienstanbieter absolut nichts auf die Reihe bekommt?

Nur einer? Alle!

  1. Wie erklärst Du Dir den Mega Hype um „Döner Cola“

Zeit ist Geld. Döner Cola geht schnell, enthält alles, was zu einer ausgewogenen Mahlzeit  dazugehört und in der geschredderten Form bleibt nicht mal mehr was zwischen den Zähnen hängen.

 

Vielen lieben Dank an Dich Luci. Es war mir eine Ehre und hat meinen Lachmuskeln viel Arbeit bereitet!!!!

Stay tuned

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Luci 2015 (c) Victor Hildebrand

Rezension: Isa Theobald – 19

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Hallo liebe Krötmunity,

ich hoffe doch, dass bei Euch alles krötig ist? Hier im Krötor HQ läuft alles. Wir sind momentan an vielen Projekten, die teils mit diesem Blog zu tun haben, teils aber auch nicht, beschäftigt. Daher ist unser output im Moment eher gering. Dafür ist das, was dabei herauskommt, vom Feinsten 🙂 Zumindest, wenn ich dem feedback glauben schenken darf, welches wir bekommen.

Unser heutiges Augenmerk widmet sich einer tollen Person, welche ein tolles Werk auf den Markt gebracht hat. Die Person heißt Isa Theobald und das Werk nennt sich 19 – Geschichten aus dem Dazwischen. Es geht hier tatsächlich zweifach um die 19. Zum einen darf der Leser sich auf 19 Geschichten freuen, auf die ich gleich noch eingehe. Zum anderen ist die Zahl 19 ein sehr wichtiger Bestandteil in vielen Werken von Stephen King, zu dem Isa eine ganz besondere Beziehung hat. Diese Beziehung erklärt Sie im Nachwort, welches mich verzaubert hat. So wundervoll geschrieben und mir komplett aus der Seele gesprochen. Abgesehen von der Tatsache, dass ich nie zum Literatur – Snob wurde, liebe Isa:) Jedenfalls lohnt sich das Buch schon alleine wegen dem Nachwort. Und es hat auch ein grandioses Vorwort, welches der Herr von Aster zum Besten gibt, zu dem Isa ebenfalls eine besondere Beziehung hat und pflegt. Sowohl bei Herrn King, als auch Herrn von Aster handelt es sich nicht um eine körperliche Beziehung 🙂 Hierfür hat Isa ihren lieben Ehemann. Nicht, dass ich falsch rüberkomme:)

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Das Buch und seine Geschichten kamen bei mir richtig gut an. Den Leser erwarten lustige, traurige, teils verstörende und gruselige Dinge. Aber auch Dinge zum Nachdenken. Isa schreibt oft über Kinder und dies mit einfühlsamen Worten. Was ich sehr cool finde. Sie versetzt sich wunderbar in die Kinder hinein und man merkt das Herzblut, mit dem sie schreibt, in jedem Satz. Hier führe ich „Die letzten Tage des Billy Munroe“ an, eine Geschichte, die mich verzaubert hat. Es geht um einen Jungen, ein Mädchen, eine Murmel und böse, sowie gute Menschen. Ich will nicht zuviel darüber sagen, aber die Geschichte ist wirklich klasse. Als wäre Isa die Tochter von Stephen King und hätte vieles von ihm selbst gelernt, aber ihren eigenen Stil dabei nicht verloren.

Eine weitere tolle Geschichte nennt sich „Guten Tag, ich bin das Grauen“. Diese Story hält die Spannung, bis zum Schluss, der einen voll in die Fresse trifft. Und sie regt zum Nachdenken an.

Meine Lieblingsstory ist „Rodeo R´lyeh Riot“. Eine grandiose Idee. Wir begleiten hier eine Kolumnistin, die sich Sex Kolumnen verschrieben hat, auf einen Trip in die Stadt der großen Alten. Natürlich mit Sex. Tentakel Porn vom Feinsten.

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Ich will aber nun nicht zuviel von allem erzählen, sonst wird der Leser ja keine Überraschungen mehr erleben. Die Geschichten haben alle die richtige Länge und lassen sich (dank fehlender unnötiger Längen) schön lesen. Ferner finden sich kurze Erklärungen bei jeder Geschichte, die den Entstehungsprozess anreissen.

Mein Fazit: Wer Stephen King mag, greift zu. Wer Isa Theobald mag, greift zu. Wer Phantastik mag, greift zu. Wer Christian von Aster mag, greift zu. Wer Krötor mag, greift zu. Wer lesen kann, greift zu.

Danke, liebe Isa, für das Zurverfügungstellen des Buches. Es war mir ein Fest.

Stay tuned:)

GELB Kapitel 8 bis 10

Hallo Leute,

normalerweise poste ich ja nicht so oft, aber die Rufe nach mehr „Gelb“ waren nicht zu überhören. Also bekommt Ihr mehr Gelb. Viel Spaß damit!

Stay tuned

KAPITEL 8: DER MANN AM BIERSTAND

 

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Vollkommen entgeistert schaue ich in die Richtung, aus der die Stimme kommt. Aber erkennen kann ich nur gelbliche Nebelschwaden. Also gehe ich zum Bierstand. Ich traue meinen Augen nicht, aber hinter der Theke steht jemand. Ich kenne ihn nicht oder kann mich zumindest nicht an ihn erinnern. Er ist mittelgroß, etwas untersetzt und ca. Ende fünfzig. Er trägt eine blaue Jeans einen grünen Strickpullover, sowie eine Baskenmütze. Seine gutmütigen grauen Augen schauen in meine Richtung.

“Möchten Sie ein Bier auf den Schreck, oder darf es gleich ein Schnaps sein”? wiederholt er seine Frage, als ich näher komme.

“Beides”, sage ich geistesabwesend und frage mich dabei, ob die Getränke genießbar sind. Oder vielleicht vergiftet? Etwas in mir regt sich und meint, dass man mich schon hätte viel früher umbringen können, wenn man das gewollt hätte. Mein Inneres meint also, ich können etwas trinken. Und auch ich meine das, denn ich habe einen Drink bitter nötig.

Der Mann schaut mich weiter an und zapft in aller Ruhe ein Bier. Danach nimmt er ein Schnapsglas und fragt mich, welche Sorte ich bevorzuge. “Egal, wirklich egal” antworte ich und er nimmt eine Flasche Ouzo und füllt das Glas damit.

Anschließend stellt er mir beides hin und weist mit einer einladenden Geste darauf. “Zum Wohl”, sagt er und wartet, bis ich trinke.

Obwohl ich sehr viele Fragen an ihn habe, leere ich zuerst den Schnaps in einem Zug und dann die Hälfte des Bieres. Mir wird angenehm schwindelig und mein Mut steigt ein wenig an. Ein Teil von mir steht quasi wieder auf.

“Wo bin ich hier”, frage ich den Mann. “Das darf ich Ihnen leider nicht sagen, mein Herr” folgt die prompte Antwort. “Warum dürfen Sie mir das nicht sagen?”, frage ich ein wenig erbost. “Bitte verstehen Sie, dass ich Ihnen darauf keine Antwort geben kann, mein Herr. Sie können mir beliebige Fragen stellen und die, die ich beantworten kann, werde ich auch beantworten, mein Herr”, schließt der Mann. “Wie heißen Sie”, frage ich ihn. “Nennen Sie mich einfach den Keeper, mein Herr”, erfolgt die Antwort. “In Ordnung Keeper, warum bin ich hier”?, werfe ich ihm entgegen. “Sie gehören zum Kreis, mein Herr”, gibt er kryptisch zu. “Zu welchem Kreis”? frage ich entgeistert. “Zum Kreis derjenigen, die es gewesen sein könnten, mein Herr”, erfolgt die wenig aufschlussreiche Antwort. “Jetzt hören sie mir mal zu, Keeper, ich möchte ihnen nicht jedes verdammte Wort aus der Nase ziehen. Ich habe schlimme Dinge hinter mir und das unbestimmte Gefühl, dass die Krönung noch auf mich wartet. Ich finde meine Freunde nicht mehr, ich weiß nicht wo ich bin und auch nicht warum. Also sagen sie mir verdammt noch mal endlich, was Sache ist. Und, welches Bier ich gerade trinke”. “Sie trinken Öttinger, mein Herr. Und ich erzähle ihnen gerne alles, was ich zu erzählen befugt bin”, sagt er und schenkt mir noch Bier und Schnaps aus, was ich dankbar annehme. Dann fährt er fort: “Sie glaubten, im Wald, Kasim zu sehen”, beginnt er, als ich ihn direkt unterbreche: “Woher wissen sie das?”, frage ich ihn ungläubig. “Mein Herr, ich bitte sie, mich zuerst alles erzählen zu lassen und dann die Fragen zu stellen. Ist dies in Ordnung für sie, mein Herr”? fragt er. “In Ordnung”, gebe ich knapp zurück und lausche seiner Erzählung. “Sie glaubten, im Wald, Kasim zu sehen”, wiederholt er seinen Eingangssatz. “In gewisser Form, war das auch Kasim. Kasim kam bei einem Unfall ums Leben, das ist soweit richtig. Jedoch war jemand anders daran beteiligt. Jemand aus ihrem Freundeskreis, mein Herr, oder gar sie”. Ich bin baff. Weit meines Wissens hatte niemand von uns irgend etwas mit Kasim zu tun gehabt. Meine Freunde sind mir ein offenes Buch, so denke ich zumindest. Aber anscheinend ist dem nicht so, wenn ich dem “Keeper” glauben schenken darf. Er fährt fort: “Kasim hat nach seinem Tod… nennen wir es mal Verbündete gefunden. Er möchte sich ganz einfach rächen. Was man doch verstehen kann, oder mein Herr”? “Wie soll diese Rache aussehen”, frage ich den Keeper. “Ganz einfach, sie sehen diesen Jahrmarkt, mit seinen Fahrgeschäften. Die Fahrgeschäfte sind, nun sagen wir mal außergewöhnlich. Es wird anfangs eine Möglichkeit geben, damit sich der Mörder stellen kann. Tut er dies nicht, so wird jeder eine Fahrt wagen müssen. Danach gibt es wieder die Möglichkeit für den Mörder, sich zu stellen. Tut er das nicht, so gibt es wieder eine Fahrt, verstehen sie, mein Herr? Und dies solange bis, nun ja, bis es vorbei ist. Stellt sich der Mörder, kommen die anderen wieder in ihr gewohntes Leben zurück. Als Entschädigung für diese Szene werden diese sich an nichts mehr erinnern können”. “Wie großzügig”, teile ich sarkastisch mit. “Was geschieht mit dem Mörder, wenn es denn wirklich einen gibt? Und was meinen sie damit, dass es solange dauert, bis es vorbei ist”? “Nun, mein Herr, das Schicksal des Mörders wird Kasim besiegeln. Und die andere Frage wird sich zu gegebener Zeit von selbst beantworten”. Ich trinke mein Bier und den Schnaps und lasse seine Worte erst mal sacken. Es ist also ein Mörder unter uns. Und Kasim, wohlgemerkt tot, weiß das und will sich nun rächen. Ich vermute, dass die Fahrten auf den Konstrukten sehr gefährlich, vielleicht sogar tödlich, sein werden. Also sollte sich der Mörder stellen. Aber daran glaube ich nicht. “Was geschieht, wenn wir uns widersetzen”, frage ich den Keeper. “Mein Herr, denken sie ernsthaft, sie könnten sich dieser Situation widersetzen? Etwas, was sie und ihre Freunde hierhin schafft, diesen Jahrmarkt erschaffen hat und klar die Regeln vorgibt, wird es wohl kaum zulassen, dass sie sich widersetzen”. Seine Worte machen Sinn. Es ist vielleicht klüger, sich fürs Erste zu fügen. “Wo sind meine Leute”? frage ich. Er sieht mich eindringend an, schnippt mit den Fingern und plötzlich stehen alle am Tresen. Jeder mit Getränken versorgt und alle nachdenklich.

KAPITEL 9: WIEDERSEHEN

 

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“Hallo Leute”, eröffne ich trocken das Gespräch. “Wie geht es euch? Wisst ihr, was Sache ist”? “Ja”, meint Julius, ich habe dem Keeper alle Fragen gestellt, die ich hatte”. Ich schaue in die Runde und auch die anderen nicken zustimmend. Anscheinend hatte jeder sein kleines privates und intimes Stelldichein mit dem Keeper gehabt. “Hat ihn jemand von Euch getötet”? frage ich frei heraus. “Nein”, kommt es von meinem Bruder. “Niemals”, schließt sich Julius an. Ralf schüttelt den Kopf und Achim fragt ich, ob ich total blöde sei. Wie ich auf die Idee käme, jemand von uns hätte einen Mord begangen.

Mir kommt wieder das Gesicht von Ralf auf dem Karussell ins Gedächtnis. War das ein Hinweis? Eine Falle? Verwirrung? Ich belasse es fürs erste dabei, dass ich keine Ahnung habe.

“Was machen wir jetzt”, frage ich. “Mit Sicherheit nicht auf diese Höllengeräte steigen”, sagt Achim. Die anderen nicken zustimmend. “Das müssen sie auch nicht, meine Herren”, schaltet sich der Keeper ein. Wir sehen ihn verdutzt und etwas hoffnungsvoll an. “Wenn der Mörder sich stellt”, schließt er und zerstört damit meine Hoffnungen. Sie zerschellen wie ein auf den Boden gefallenes Glas. Ich versuche es wieder mit Vernunft und reden. “Leute”, beginne ich, “wie auch immer Kasim das hier geschafft hat, er wird es mit Sicherheit nicht getan haben, um uns einen Streich zu spielen. Wo auch immer er diese Macht herhat, er wird sie einsetzen. Ich selbst glaube nicht, dass wir hier lebend rauskommen, wenn sich der vermeintliche Mörder, dessen Existenz ich mir immer sicherer werde, nicht stellt. Also bitte seid ehrlich und gebt zu, wenn es einer von euch war. Ansonsten habe ich die starke Vermutung, dass der Killer nach dieser Aktion noch mehr Leichen auf dem Gewissen hat. Und zwar seine besten Freunde. Also. Wer war es”?

Alle starren mich nun an. Keiner sagt etwas. Der Keeper nutzt diese Ruhe, um das Wort zu ergreifen: “So, meine Herren, ich deute dies als die erste verpasste Möglichkeit, sich zu stellen. Es möge die erste Runde beginnen.”

Es wird kurz schwarz um mich und als ich mich wieder beruhigt habe, sitze ich auf dem Karussell.

KAPITEL 10: DIE ERSTE FAHRT

 

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Mir schnürt es vor Angst die Kehle zu. Ich sitze auf einem dieser Pferdewesen und bin nicht in der Lage, mich zu bewegen. Irgendeine Macht verhindert das. Mein Puls schnellt in die Höhe und ich bekomme Atemnot. Ich versuche, tief durchzuatmen und mich zu beruhigen. Viel Erfolg habe ich nicht damit. Die anderen Fahrgeschäfte sehe ich nicht, diese sind durch den Nebel von mir getrennt, wie zwei Zimmer in einem Haus, durch eine Wand. Ich vermute jedoch, dass meine Freunde nun auch jeweils auf einem Konstrukt sitzen und sich dem stellen müssen, was nun geschieht.

Plötzlich erklingt eine unangenehme Musik. Als würde jemand versuchen, mit Kreide, auf einer Tafel, ein bizarres Lied zu spielen. Es ist tatsächlich melodiös, aber es kratzt an meinen Nerven und wandert bis tief in meine Seele. Das Karussell beginnt sich zu drehen. Ganz langsam, wie ein normales Karussell. Ich verkrampfe und zwinge mich, ruhig zu bleiben. Wir drehen zuerst eine Runde, dann noch eine. Unvermittelt wird das Karussell schneller. Ich komme mir vor, wie auf einer Berg- und Talbahn. Ironischerweise fällt mir dabei ein, dass nun auch ein Freund von mir auf einer solchen sitzt und Angst hat.

Das Karussell wird immer schneller und schneller. Es wird langsam sehr unangenehm, doch die Geschwindigkeit wird nicht mehr erhöht.

Ich werde etwas ruhiger, als ich plötzlich eine Stimme höre: “Gestehe”, kreischt es in den Fahrtwind. Und wieder: “Gestehe”, “GESTEHE”, “GESTEHE”. Die Stimmen, nun sind es mehrere, scheine von überall zu kommen und hören sich gequält. Ich sehe mich panisch um und erkenne, dass die Köpfe der Pferdewesen allesamt zum Leben erwacht sind. Es scheint, als hätte jemand, beim DVD-Spieler, von “Pause” auf “Start” gedrückt. Alle Köpfe erleben die Qualen weiter, mit denen sie gestorben oder was auch immer sind. Und alle schreien: “GESTEHE”, “GESTEHE”,…

Ich fange vor Angst und Panik an zu kichern und schreie, dass ich nichts getan habe. Dass ich niemandem etwas getan habe. Wie irre lache und kichere und schreie ich, als das Gefährt plötzlich anhält.

Ich spüre, dass ich wieder bewegen kann und stolpere schnell von dem Ding weg. Dabei falle ich einmal hin, raffe mich wieder auf und gehe zurück zum Bierstand.

Ich hoffe, dass die erste Runde nur da war, um uns Angst zu machen und den Mörder zum Gestehen zu bringen. Hoffe, dass alle meine Kumpels wieder am Stand stehen. Werde aber enttäuscht. Mein Bruder fehlt.

Ohne auf die anderen zu achten, schreie ich den Keeper an: “Wo ist mein Bruder. Was habt ihr Schweine mit meinem Bruder gemacht. Ich renne auf ihn zu und pralle wieder eine unsichtbare Barriere. Er sieht mich lange an und spricht dann: “Ihr Bruder hatte leider nicht das Glück, das die anderen Herren und sie hatten. Es tut mir aufrichtig leid, aber dies geht wohl zu Lasten des Mörders.”

“Und wenn mein Bruder der Mörder war”, sage ich, fassungslos über mich selbst.

“Nein”, kommt die Antwort vom Keeper. “Das heißt, sie wissen, wer der Mörder ist?”, frage ich ihn. “Ich nicht, aber Kasim. Er wird mir Bescheid geben, sobald der Mörder tot ist.”

Ich wende mich an meine Kumpels: “Ihr habt ihn gehört. Mein Bruder ist schon wegen dem Arsch gestorben, der diese Mördernummer abgezogen hat. Ich bitte euch, endlich die Karten auf den Tisch zu legen. Wer hat ihn umgebracht? WER? Merkt ihr denn nicht, dass wir so alle drauf gehen? Und das nur wegen einem Feigling? Ich will nicht sterben. Und schon gar nicht für etwas, was ich nicht getan habe. Also sagt jetzt endlich, was Sache ist.”

Ich lasse die Worte auf meine Leute wirken und beginne innerlich zu brodeln. Keiner sagt etwas. Ich werde immer wütender und stürze mich auf Ralf. “DU WARST ES”, schreie ich ihn an. “Dein Gesicht ist auf dem Karussell. Das muss etwas zu bedeuten haben. Wegen dir ist mein Bruder gestorben. DU. DU. DU. DU MÖRDER.”, schreie ich immer wieder. Ralf sieht mich verständnislos an. “Welches Gesicht auf dem Karussell?”, fragt er, “spinnst du jetzt total. Mir geht es auch scheiße, aber deshalb spinne ich mir nicht zusammen, dass du oder sonstwer, der Mörder ist. Falls es überhaupt einen gibt.”

Ich stürze mich wütend auf ihn … und finde mich plötzlich auf dem Free Fall Tower wieder.

 

Gelb – Kapitel 5-7

Hey Leute,

da GELB echt gut ankommt, gibt es heute Nachschlag. Kapitel 5 bis 7.

Viel Spaß damit und Stay tuned

KAPITEL 5: DER HEIMWEG

 

Bundesrepublik Deutschland

Saarland

Frühling 1998

 

Wir verabschieden uns von dem Rest der Mannschaft, die noch vor Ort ist. Gerne würde ich noch mit Sandra reden, aber Melanie (ihre beste Freundin) erzählt mir, dass Sandra direkt nach dem Spanner-Ansturm (wie sie es nannte) nach Hause sei.

Achim (unermüdlich im Auftreiben von Alkohol) schaff es tatsächlich, uns noch Weg-Biere zu besorgen. Eine Kunst, für die wir ihm sehr dankbar sind.

Also begeben wir uns auf den müh- und alkoholseeligen Weg zu selbigem. Wir gehen unter sternenklarem Himmel und nehmen die vielfältigen Gegebenheiten einer angehenden Sommernacht nicht wirklich wahr. Grillen zirpen ohne unsere Kenntnis, Glühwürmchen sind im Paarungsmodus, die Nachtigall singt ihr Abendlied. Alles ohne uns.

Ich bin in ein Gespräch mit Julius vertieft (gewinnt Terminator gegen Robocop), als ich aufschrecke. Etwas ist vor mir und an dem angsterfüllten Blick von Julius sehe ich, dass er es auch sieht. Etwas gelbes schält sich durch die Dunkelheit. Etwas unangenehm gelbes. Etwas sehr dominantes und bedrohliches. Ich kann es nicht direkt zuordnen, da es mich blendet, obwohl ich nicht sonderlich hell angestrahlt werde. Und auf einmal ist es nicht mehr da. “Was war das”, frage ich Julius, der genauso ungläubig ausschaut, wie ich mich fühle. Ich merke, dass er darum ringt, weiter zu reden. Schließlich sagt er: “Alter, war das Kasim?”. Ich nicke nur stumm und wir gehen weiter. “Vorhin war er auch schon da”, nehme ich das Gespräch wieder auf. “Als du so merkwürdig drauf warst?”, fragt er mich. “Genau”, kommt meine Antwort. “Wie kann das sein”, fragt Julius mich, “ich meine, er ist halt”, “tot”, beende ich den Satz. Wir beschließen stumm, die anderen zu fragen, was sie sahen. Alle erzählen, dass sie etwas merkwürdiges gesehen haben, aber keiner kann es benennen. Mein Bruder kommt noch am nächsten daran als er meint, “das sah aus, wie ein gelbäugiger Türke”.

Nachdem  nicht viele die selbe “Eingebung” wie wir haben, beschließen Julius und ich, nichts mehr darüber zu sagen. So gehen wir unseren Weg still weiter.

“Scheiße” dröhnt es auf einmal an unsere Ohren. Alarmiert schauen wir auf, nur um dann zu vernehmen, dass Achim und Ralf kein Bier mehr haben. Nicht sonderlich enttäuscht von dieser Botschaft, setzen wir unseren Weg fort.

Wir beide (denke ich) versuchen uns abzulenken, indem wir uns wieder der “Robocop gegen Terminator” Sache widmen. “Alter”, beginne ich, “Robocop ist einfach der Hammer. Es gibt  nur einen und der schlägt jedem verdammten Terminator in die Flucht”. “Niemals”, kontert Julius. “Der Terminator kann durch die Zeit reisen und Robocop auf jeder beliebigen Zeitebene zerstören”. “Nein”, kommt es von mir. “Wenn dem so wäre, würde es, wenn überhaupt, nur einen Teil von Terminator geben”. “Wie?” fragt Julius. “Ganz einfach”, beginne ich, “wenn der Terminator genau dann da sein kann, wo er sein will, dann verhindert er alle Angriffe gegen ihn.” “Das ist doch absoluter Unsinn”, erwidert Julius, “ich mein, er…

Gleißend helles, gelbes Licht strömt direkt in meine Augen. Es tut so weh, als würde mir jemand tausend Nadeln in die Augen stechen. Der Schmerz hört nicht auf, sondern wird noch viel schlimmer und intensiver. Ein Gedanke entwickelt sich in meinem Kopf, doch ich kann ihn vor Schmerzen kaum greifen. Ich denke mir, dass sich so ähnlich eine Frau fühlen muss, die gerade ein Kind bekommt, als der Schmerz abrupt abbricht. Ich weiß nicht mehr ein noch aus. Was war das gerade? Wieder Kasim? Aber warum? Was soll das alles? Fragen über Fragen. Ich versuche, einen kühlen Kopf zu bewahren und sehe mich um. Meinen Leuten scheint es ähnlich gegangen zu sein wie mir, denn sie schauen alle sehr verängstigt drein.

“Was war das”, schreit Achim, der schlagartig wieder nüchtern zu sein scheint. Julius, Ralf und mein Bruder schauen ihn nur mit vor Angst geweiteten Augen an. Sie haben, genau wie ich, keine Ahnung, was das war.

“Was habt ihr gesehen”, frage ich in die Menge. “Gelbes Licht und Schmerzen”, antwortet mein Bruder. Die anderen nicken. Also hatten wir diesmal alle dieselbe Wahrnehmung. “Was soll das alles?”, beginnt Ralf leise zu sagen. “Wir haben doch niemandem etwas getan. Warum passiert uns das hier? Wir wollten doch nur eine schöne Zeit haben und jetzt das. Dieser Mist”, schließt er und lässt sich gegen einen Baumstamm fallen. Er ist fix und fertig. Genau wie wir anderen auch. Wir haben Angst und sind verunsichert. Gar keine schöne Kombination. Nach kurzem Durchatmen beschließen wir, weiter zu gehen und uns in die vermeintliche Sicherheit von Achims Wohnung zu flüchten.

Wortlos treten wir den Rest des Weges an, der glücklicherweise ohne Zwischenfälle daherkommt.

 

KAPITEL 6: DER ÜBERGANG

 

Bundesrepublik Deutschland

Saarland

Frühling 1998

 

 

Wir sind alle erleichtert, als wir bei Achim ankommen. “Setzt ihr euch schon mal hin, ich hole uns etwas zu trinken”, meint er. Gute Idee. Wir begeben uns auf die Couch und warten stumm, bis Achim wieder kommt. Nach ca. 5 Minuten erscheint er, mit einer schönen Flasche in den Händen, in der eine bräunliche Flüssigkeit schimmert. “Don Papa Rum”, meint Achim kurz angebunden. “Eigentlich wollte ich ihn für eine besondere Gelegenheit aufheben, aber ich denke, dass hier ist auch irgendwie eine besondere Gelegenheit”, fährt Achim fort. Er stellt die Flasche auf den Tisch, geht zum Schrank und nimmt 5 schön geschwungene Rumgläser hervor. Danach öffnet er die Flasche und schenkt jedem von uns ein Glas aus. Ich rieche an dem Rum und Vanille, sowie Honigaroma offenbart sich mir. Ein schöner Gedanke, nun endlich in Sicherheit zu sein und hochwertigen Rum zu genießen. Hoffentlich bleibt es auch so, denke ich bei mir. “Prost, auf die Farbe Gelb”, sagt Achim und hebt sein Glas. Ich finde, dass dies ein reichlich makaberer Trinkspruch ist, stimme aber dennoch ein. Die anderen wiederholen den Spruch auch und so trinken wir. Der Alkohol rinnt warm, süß und angenehm meine Kehle hinab. Ich habe das Gefühl, dass er meinen ganzen Körper erwärmt und auch ein Stück meiner Sorgen wegspült. Wie Kaffee mit Zauberwirkung. Den anderen geht es ähnlich, wie ich an ihren Gesichtern erkennen kann.

“In was sind wir da reingeraten”, fragt mein Bruder etwas mürrisch. Wir sehen uns alle fragend an, bis Ralf antwortet: “Ich habe absolut keine Ahnung. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es erscheint so unwirklich und ich kann es nicht zuordnen”. “Mir geht es genauso”, ergreift Julius das Wort, “was war das? Wie kann so etwas sein? Und warum geschieht es gerade uns. Ich meine, haben wir irgendwem oder”, er stockt kurz, “irgendetwas auf die Füße getreten? Ich jedenfalls kann mich nicht daran erinnern”. Achim, sieht ihn verwirrt an und fragt schließlich: “was meinst Du mit irgendetwas”? “Nun ja”, fährt Julius fort, “das war ja wohl kaum irgendein Wetterphänomen oder so. Kein Wetterphänomen tut so weh, es sei denn, du wirst von einem verdammten Blitz getroffen. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir von einem verdammten Blitz getroffen wurden”. “Schon klar”, meint Achim, “aber das heißt noch lange nicht, dass es etwas Übernatürliches war”.

“DOCH”, dröhnt eine dunkle Stimme aus dem Fernseher, der eigentlich ausgeschaltet ist. Alle Köpfe rucken Richtung des TV-Gerätes. Wir sehen einen schwarzen Bildschirm, in dem ein gelbes etwas schimmert, wie eine gelbe Rauchwolke auf schwarzem Himmel. Das Gelb erinnert mich schmerzhaft an die Geschehnisse im Wald. Keiner von uns ist imstande den Kopf vom Gerät abzuwenden, geschweige denn etwas zu sagen. Wir starren gebannt und warten, was als nächstes kommt. “Das was gerade mit Euch geschieht, ist etwas, was ihr Menschen als Übernatürlich bezeichnen würdet”, fährt die unangenehme, dunkle Stimme fort. “Die nächsten Jahre werden für Euch schnell vergangen sein. Aufgaben gilt es zu erfüllen. Einige oder alle von euch werden sterben. Und wir werden unseren Spaß dabei haben”. Die Stimme verstummt und es herrscht eine unangenehme Spannung im Raum und eine Stille, die so unnatürlich ist, wie die Stimme zuvor. Keiner sagt etwas, von uns ist noch niemand zum Reden fähig und die Stimme scheint alles gesagt zu haben, was es in diesem Fall zu sagen gibt. Meine Gedanken überschlagen sich. Warum werden die Jahre schnell vergehen… Welche Aufgaben werden wir erfüllen müssen?  Und sterben werden einige oder alle. Das macht mir eine unsagbare Angst. Es ist so surreal. Eben noch hatten wir einen schönen Abend auf einer Feier. Alles war normal. Und nun das? Mir wird schwindelig und etwas übel. Wir hängen alle unseren Gedanken nach, bis ich mich schließlich zu Wort melde. “Scheiße”, sage ich, “verdammte Scheiße. Was machen wir jetzt”? Es kommt keine Antwort. Keiner kann mit der Situation umgehen. Kein Wunder, denn wer hat so etwas schon mal erlebt. “Wir werden alle sterben”, schreit Ralf. Dann springt er auf und rennt aus dem Raum. Wir laufen ihm nach, bis er vor der Tür stehen bleibt, “ich will nicht sterben” schreit, und dann zusammenbricht. Achim ist direkt über ihm und versucht, ihn wieder aus der Ohnmacht zu reißen. Nach einigen Ohrfeigen und zureden kommt Ralf wieder zu sich. “Geht es wieder”?, fragt Julius. “Ja”, kommt die knappe Antwort. Ich für meinen Teil habe genug von diesem Tag. Ich beschließe, mich soweit zu betrinken, dass ich halbwegs einschlafen kann und dann zu Bett zu gehen. Ich teile den anderen meinen Vorschlag mit und sie tun es mir gleich. Wortlos trinken wir Glas für Glas an Rum und Flasche für Flasche an Bier. Ansonsten ist es still im Zimmer. Keiner möchte etwas sagen. Jeder ist in seinen eigenen Gedanken gefangen.

Schließlich macht sich der Alkohol soweit bemerkbar, dass ich den anderen mitteile, mich nun ins Bett zu begeben. Ich gehe ins Gästeschlafzimmer von Achim, ziehe mich aus und lege mich ins Bett. Ich schlafe ein, bevor mein Kopf das Kissen berührt.

Auf einmal befinde ich mich auf einer schwarzen Steinplatte. Ich sehe nichts. Es fühlt sich komisch an, anders als sonst. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll oder woran es liegt. Die Luft ist irgendwie falsch. Genau wie die ganze Atmosphäre dort, wo auch immer ich bin. Ich vermute, dass es sich um einen Traum handelt und beschließe, erst einmal nichts zu tun. “DEINE CHANCE IST SIEBEN” donnert eine Stimme in meinem Kopf. “SIEBEN”.

 

KAPITEL 7: DER GELBE JAHRMARKT

 

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Ich erwache. Ich habe starke Kopfschmerzen und meine Liegeposition ist äußerst ungemütlich. Als ich meine Augen öffne sehe ich nur Schwärze. Sonst nichts. Undurchdringliche Schwärze. Diese untermalt von dem schmerzenden Pochen in meinem Kopf. Wo bin ich hier? Anscheinend liege ich auf einem Steinboden, soweit ich das fühlen kann. Kein gemütliches Bett, kein kuscheliges Kissen und keine warme Decke. Was ist passiert? Wie komme ich hierher? Ich beschließe, mir meine “Behausung” etwas näher anzusehen, anzufühlen.

Ich versuche auf zu stehen und merke, dass ich noch sehr wackelig auf den Beinen bin. Also lasse ich mich wieder in eine sitzende Position nieder. Ich versuche zu überlegen, was als letztes passiert ist. Langsam kommen die Erinnerungen an das Fest zurück. Und die Erinnerungen an Kasim und die Geschehnisse im Wald, sowie bei Achim. Und mein Traum von letzter Nacht. Sieben ist meine Chance… Was soll das? Ich beschließe, noch eine Weile sitzen zu bleiben und mich zu regenerieren. Fünf Minuten oder auch zehn, ich weiß es nicht genau, sitze ich nur still da und konzentriere mich auf meine Atmung, um ruhig zu werden. Dann versuche ich einen zweiten Anlauf und stehe auf. Diesmal funktioniert es. Ich bin zwar immer noch nicht vollkommen sicher auf den Beinen, aber ich kann stehen bleiben und sogar gehen.

Es ist immer noch stockfinster und mein Kopf schmerzt. Ich gehe also langsam nach vorne und halte meine Hände tastend vor mich. Ich wundere mich darüber, wie groß dieser Raum oder diese Fläche ist. Ich kann eine ganze Weile gehen, ohne wieder etwas zu stoßen und zum Glück auch, ohne über etwas zu stolpern. Nach einer Zeit berührt meine Hand eine Mauer aus groben Backsteinen, wie ich vermute. Ich taste mich an diesen entlang, bis ich an eine Art Schalter gelange. Ein Schalter? Jegliche Art von Strom und sonstigen Annehmlichkeiten, hätte ich dieser Umgebung nicht zugetraut. Ich beschließe, den Schalter zu betätigen.

Dies führt dazu, dass mein Kopf noch mehr gequält wird, da plötzlich ein helles Licht den Raum beherrscht. Ich schließe die Augen und blinzle immer wieder, bis sich meine Sehwerkzeuge an die Lichtmassen gewöhnen. Als ich endlich etwas erkenne werde ich nicht schlau, aus der Umgebung. Ich stehe in einem kreisförmigen Raum aus Stein. Der Raum ist umgeben von einer steinernen Wand. Diese wird lediglich von einer Tür und dem genannten Schalter “verziert”. Ansonsten ist da nichts, außer…

Außer, dass der Raum keine Decke hat. Das ist mir gar nicht aufgefallen, weil er so hoch ist. Aber er hat keine Decke. Und so sehe ich einen schwarzen Himmel, der von etwas gelbem durchzogen ist, wie wenn man Zigarettenrauch aushaucht. Das gelbe wabert durch den schwarzen Himmel. Mir läuft es kalt den Rücken herunter. Es ist mir irgendwie zuviel Gelb in der letzten Zeit. Viel zu viel. Außerdem möchte ich wissen, wo ich bin. So gehe ich zu der Tür. Ich entdecke schnell, dass sie nicht abgeschlossen ist. Zuerst lausche ich, kann aber keine Geräusche ausmachen. Dann lösche ich das Licht, damit ich keine Aufmerksamkeit errege und mache die Tür einen Spalt weit auf. Ich schaue durch den Spalt und sehe einen Bierstand. Ich habe an diesem Ort alles erwartet. Einen Kerker, Folterinstrumente, Drachen, Elfen, was auch immer, aber keinen Bierstand. Ich öffne die Tür etwas weiter und sehe mich um. Es ist schwierig, genaueres zu erkennen, da der gelbe Nebel hier überall ist. Da ich keine Gefahr ausmachen kann, wage ich mich aus meinem Domizil heraus. Zuerst steuere ich auf den Bierstand zu. Komischerweise sieht dieser fast genauso aus, wie der auf dem damaligen Fest. Er ist aber verwaist. Niemand vor oder hinter der Theke. Ich gehe weiter und dann schält sich eine Berg- und Talbahn durch den gelben Nebel. Vielmehr sieht es aus, wie die Karikatur einer solchen. Das Grundprinzip ist geblieben, aber die ganze Konstruktion sieht bedrohlich und unangenehm aus. Es ist alles in schwarz gehalten. Keine andere Farbe ist auszumachen. Und ein Gefühl sagt mir, dass diese Bahn gefährlich ist. Nicht das Modell, das man von Jahrmärkten her kennt und Spaß darauf hat. Nein. Dieses Konstrukt sprüht geradeso vor Aggressivität. Das mag natürlich auch an meiner Stimmung, der Umgebung und meiner immer noch andauernden Verwirrung liegen, aber die Bahn macht mir Angst.

Da auch hier niemand zu sein scheint, “spaziere” ich weiter.

Das nächste, was durch den Nebel sichtbar wird, ist ein Riesenrad. Auch dieses ist komplett schwarz. Und auch von diesem geht dieses unheimliche Gefühl aus. Alles in mir schreit: “Steig ja nicht ein”!

Wenn ich mich nicht täusche, ist dieses Riesenrad auch um einiges höher, als seine Genossen auf der Kirchweih und ähnlichem. Es kommt mir wirklich hoch vor. Und wirklich gefährlich.

Ich bekomme eine Gänsehaut. Warum bin ich auf diesem… Jahrmarkt gelandet? Wo sind die anderen? Was soll ich hier? Wo genau befinde ich mich? Noch in Deutschland? Diese Fragen kreisen in meinem Kopf, während ich weitergehe.

Die nächste “Attraktion”, die ich erkenne, ist ein Free Fall Tower. Auch dieser ist komplett schwarz und seine Ausstrahlung steht der, der anderen Gerätschaften in nichts nach. Nichts und niemand würde mich dazu veranlassen, dieses Teil zu benutzen. Auch er ist unglaublich hoch. Mir schaudert es schon bei dem Gedanken, dort einzusteigen.

Ich bin bis jetzt im Kreis gelaufen, im Uhrzeigersinn, wenn ich mich recht erinnere. Vielleicht kann ich erkennen, wo ich bin, wenn ich mich hinter den Gerätschaften umsehe. Als ich zurück gehe erkenne ich, dass hinter den Attraktionen eine Mauer verläuft. Sie ist ähnlich hoch, wie die Wände in dem Raum, welchen ich anfangs besetzte und sehr glatt. Hier kann ich nicht eben mal darüber klettern. Da hat selbst ein Profi arge Probleme.

Also erkunde ich den … Jahrmarkt… weiter.

Neben dem Free Fall Tower steht ein Karussell. Ein klassisches mit Pferden… halt, das sind keine Pferde. Sie haben zwar die Körper von Pferden, aber die Köpfe sind grässliche Masken. Wie schmerzverzerrte menschliche Gesichter. Auf jedem Pferdekörper sitzt solch ein Menschenkopf. Alle schauen unterschiedlich aus, aber alle sind erfüllt von Schmerz und Angst. Ich muß mich kurz abwenden, da der Anblick einfach abscheulich ist. Als ich mich wieder beruhigt habe, nehme ich das Gefährt näher in Augenschein. Alles ist schwarz gehalten, wie bei den anderen auch. Die Pferdekörper sehen normal aus, wenn man das in diesem Kontext so ausdrücken kann. Die Köpfe sind von Frauen, Männern und Kindern allen alters. Teilweise fehlen Ohren, Augen, Nasen oder gar der halbe Kopf. Die Gesichter sind sehr detailreich gearbeitet und lassen die Qualen erkennen, die die Skulpturen wohl durchleben mussten. Jede einzelne sieht aus, als hätte man sie zu Tode gefoltert und ihnen unsagbare Angst gemacht. Ich gehe einmal um das Karussell herum und erkenne den Kopf von Ralf. Mein Herz setzt kurz aus, ich habe Schwierigkeiten zu atmen und mein Kopf droht zu explodieren. Wie kommt sein Kopf dahin? Ich bete zu Gott, dass dies nur ein makaberer Scherz ist und nichts mit Ralf zu tun hat. Mein Puls ist in bedrohlicher Höhe und ich bekomme noch mehr Angst, als ich vorher schon hatte. Diese Situation ist einfach zu bizarr.

Ich verstehe diesen Ort nicht, von dem es scheinbar kein entrinnen gibt, denn auch hinter dem Free Fall Tower und dem Karussell zeichnen sich die Mauern ab. Ich weiß nicht, wie ich hierher kam und was ich hier soll. Mir geht das Gesicht von Ralf nicht mehr aus dem Kopf und ich widme mich diesem wieder. Es sind exakt seine Züge. Bei näherem Betrachten erkenne ich, dass sein linkes Auge fehlt. Es ist einfach Weg und lässt nur eine schwarze Höhle zurück. Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Ich bin überfordert und merke, dass ich beginne zu hyperventilieren.

“Möchten Sie ein Bier auf den Schreck, oder darf es gleich ein Schnaps sein”?, ruft eine Stimme aus Richtung Bierstand plötzlich.

 

7 dämliche Fragen an: Sebastian Fitzek

Hallo Leute,

Team Krötor meldet sich zurück. Wir hoffen, dass bei Euch alles krötig ist und starten mit einem Highlight durch.

Unsere „7 dämliche Fragen an…“ Reihe wurde erfolgreich von Markus Heitz eröffnet. Wer nochmal nachlesen will, findet hier den Eintrag.

Der Start war grandios und daher geht die Reihe natürlich weiter. Der nächste Schreiberling, der sich (fantastischerweise) dazu bereit erklärt hat, dabei zu sein, ist kein geringerer als Sebastian Fitzek. Sebastian ist (und das nicht nur in meinen Augen) DER deutsche Psychothrillergott. Ich persönlich habe sehr oft meine, wie ich sie nenne, Fitzek-Phase, in der ich seine Bücher verschlinge. Da ich meist die Hörbuchvariante wähle, freue ich mich immer wieder darüber, dass Sebastian selbst ein Nachwort spricht. Er ist einfach ein sehr erfolgreicher klasse Typ, der aber definitiv auf dem Boden geblieben ist. Meine Lieblingstitel von ihm sind „Das Paket“, „AchtNacht“, „Passagier 23“ und „Die Blutschule“, die er unter dem Pseudonym Max Rhode, schrieb.

Ein Anliegen noch von mir: ich finde es klasse, dass Sebastian (aus persönlichen Gründen) ehrenamtlich als Schirmherr des Vereines Das frühgeborene Kind arbeitet.

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Quelle: http://www.sebastianfitzek.de

So, jetzt haben wir lange genug gelabert und kommen zum Wesentlichen: die 7 Fragen an Sebastian, inklusive seiner Antworten. Viel Spaß damit:

Hallo Sebastian,
hier die versprochenen Fragen:
  • Sebastian, was würdest Du mir antworten, wenn ich fragen würde?
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  • Warum war es mir nicht möglich, auf elektronischem Wege, meinen O2 Vertrag zu verlängern?
Weil Sauerstoff auf Elektronik sehr empfindlich reagiert.

 

  • Stört es Dich, dass Elon Musk, aufgrund der verblüffenden Ähnlichkeit mit Dir, auch Elektro Fitzek genannt wird?
Nein, bei meinem hollywoodmäßigen Brad-Pitt-Aussehen musste ich mich in unserer oberflächlichen Mediengesellschaft leider schon sehr früh daran gewöhnen, auf Äußerlichkeiten wie Waschbrettbauch und Zahnpastalächeln reduziert zu werden. Da muss Elon Musk nun auch durch.

 

  • Was macht ein Schriftsteller wie Du, auf einem Blog wie diesem?
Das ist ein Blog?

 

  • Wie kamst Du auf die Idee, für das Buch „Die Zwerge“?
Das war zu der Zeit als Markus Heitz gerade an seinem Buch „Der Augensammler“ arbeitete. Wir waren beide so fasziniert von der Idee des jeweils anderen, dass wir zunächst darüber nachdachten, das Buch „Die Zwergenaugen oder „Die Sammelwerge“ gemeinsam zu schreiben. Über den Titel gerieten wir dann dann aber so in Streit (zwischenzeitlich war der „Zwergensammler“ Favorit), dass wir am Ende vergessen hatten, von wem welche Idee stammte. Am Ende schrieb Markus Heitz dann „Die  Zwerge“, aber es ist richtig und wird erstmals hier öffentlich auf diesem Blog enthüllt, dass die Grundidee von Frank Schätzing war.

 

  • Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator kämpft?
Hulk.

 

  • Du arbeitest in Deinen Romanen sehr viel mit Buchstaben, wie kamst Du auf diese außergewöhnliche Idee?

Wie viele großartige Erfindungen ist auch diese dem Zufall zu verdanken. Ich habe sehr lange mit Zahlen jongliert, aber da ich zwei linke Hände habe, führte das nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Dann platzte mir im Supermarkt eine Tüte Buchstabensuppe und formte auf dem Fußboden das Wort „grmjgcjdofqvvv“

Alles weitere ist Geschichte.
Das war es Leute. Hoffentlich hat es Euch so gut gefallen und Spaß gemacht, wie mir.
DAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANKE nochmal an Sebastian, das war klasse von Dir!!!!
Eines noch in eigener Sache, wer Krötor gerne live sehen möchte, hat am 10.03. die Chance dazu. Dann lese ich (unter dem Pseudonym Sascha Leidinger) in Trier auf den Mittelaltertagen. Um 13 Uhr geht es los. Danach werden noch weitere tolle Autoren ihre Werke vorstellen.
Stay tuned

Sieben (nicht der Film, aber besser!!!)

Hallo Leute,

wir haben länger nichts mehr von uns verlauten lassen. Ich darf an dieser Stelle allen Lesern ein tolles und krötisches neues Jahr wünschen, in welches Ihr hoffentlich gebührend gestartet seid. Außerdem bedankt sich das Krötor Team für über 6000 Klicks in 2017. Großes Kino für einen kleinen Blog.

Auf einen Jahresrückblick verzichten wir, obwohl dieser bestimmt genial werden würde. Aber da er durch den unglaublich(en) (unproduktiven) U. geschrieben werden würde, wird es vermutlich eher einen Rückblick auf das Jahr geben, in dem der Berliner Flughafen eröffnet wird. Aber dafür darf ich Euch etwas Neues präsentieren. Das Team hat sich viele Gedanken gemacht, um immer wieder seine Leser zu begeistern. Nach langem Brainstorming und rauchenden Köpfen, haben wir nun DIE Idee. Ein Format in Form (welch Wortspiel) eines Interviews. Aber kein normales, denn Krötor ist nicht normal. Ab nun werden regelmäßig SIEBEN DÄMLICHE FRAGEN AN illustre Persönlichkeiten gestellt. Diese werden dann (hoffentlich lustig und unterhaltsam) beantwortet. Und das Ergebnis lest Ihr dann auf diesem Blog.

Ich will nicht noch weiter um den heißen Brei herumreden, daher legen wir los. Den Anfang macht niemand geringers als: MARKUS HEITZ (nerdgasmus beim Schreiben des Namens ;)) Wir reden hier also von jemandem, den man nicht näher vorstellen müsste, ich tue es dennoch. Aber nicht in Form von kopierten Wikipedia Texten, sondern mit meinen Worten. Das erste Buch, das ich von Markus las, war AERA. Dieses Werk hat mich so begeistert, dass ich nach und nach sehr viele Bücher von Herrn Heitz las. Ich mag seine Ideen, seinen Witz und seinen Stil. Er ist sowohl in der Phantstik zu Hause, als auch in anderen Genres. Ich würde mich also als Fan des mehrfachen Preisträgers (u.a. gefühlte 100000 Mal den deutschen Phantastik Preis,…) bezeichnen. Auf zwei Lesungen erlebte ich ihn auch live und wurde sehr gut unterhalten. Nebenbei erfuhr ich, dass er auch die Band LAMBDA produziert, welche mich mit ihren spährischen Klängen erfreut. Berühmt wurde Markus mit DIE ZWERGE, einem Bestseller den es auch als Brettspiel, Computerspiel und „Musical“ zu erleben gibt. Für mich persönlich war das Buch kein Highlight. Das lag jedoch nicht an Herrn Heitz, sondern daran, dass ich nicht so auf klassische Fantasy stehe. Das Buch an sich ist top.

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Später traf ich Markus auf einem sehr gelungenen Schreibkurs. Dort erfuhr ich ein geniales Wochenende mit Sonja Rüther, Nicole Zöllner, Sina Berwald, Tom Finn, Boris Koch und Markus Heitz. Dieser Kurs hat meine Liebe für das Schreiben und Bloggen wieder neu entfacht:) Jetzt habe ich doch wieder ziemlich viel geschrieben. Also: Vorhang auf für SIEBEN DÄMLICHE FRAGEN AN Markus Heitz (Mahet):

 

> 1. Warum steht man im Supermarkt immer an der falschen Kasse?
+++Mahet: Ich nie. Denn ich warte immer mit einem Lächeln und weiß, dass ich die verlorene Zeit mit Geschwindigkeitsübertretungen auf dem Nachhauseweg rausholen kann. Das nennt sich „aggressives Zeitmanagement“. Habe ich gerade erfunden.

> 2. Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator kämpfen würde?
+++Mahet: Eindeutig die Feinde des Gewinners, denn: Der Verlierer ist tot, und der Gewinner SO zerstört, dass dieser wiederum leicht zu vernichten ist. Außerdem müsste man beim Terminator zuerst die Frage des Modells klären, sonst kann ich darauf nicht adäquat antworten, was das direkte Duell angeht.

> 3. Was war zuerst da: Huhn oder Ei?
+++Mahet: Der Erfinder von beidem. Also das Rad.

> 4. Warum hat sich das Wort „sitt“ – ist das Gegenteil von durstig – nie durchgesetzt?
+++Mahet: Es hat keine Lobby. Alles, was erfolglos ist, hat keine Lobby. So einfach ist das. Wie Esperanto, sozusagen der Vorläufer des „sitt“. Oder das fast-alkoholfreie Bier mit 10%.

> 5. Doctor who?
+++Mahet: Den kenne ich! Das ist der coole chinesische Arzt um die Ecke!

> 6. Warum fängt jeder Satz bei Dir mit einem Großbuchstaben an?
+++Mahet: Nicht nach einem Semikolon – HA! Ja, ich weiß, Klugscheißer. Keiner mag Klugscheißer. Wissen belastet.

7. Wärst Du nicht erfolgreiche Mary Kay Vertreterin geworden, hättest Du Dir dann vorstellen können, Schriftsteller zu werden?
+++Mahet: Ich dachte sehr lange drüber nach, ob ich nicht lieber Hersteller von Fertigbetonstiefeln werde, weil es immer was zu versenken gibt, oder eben auch Händler für entsorgte Blinddärme, um sie Operierten wieder anzudrehen, denen man sie rausgerissen hatte. Aggressiver Organhandel mit offiziell ausgebauten Teilen ist nicht verboten, und wir wissen, dass der Blinddarm wichtig für unser Immunsystem ist. Aber Schriftsteller – ich meine, irgendwann ist die Schrift halt hingestellt. Das hat kein Nachschubpotential. Im Gegensatz zum Blinddarm-Geschäft. Und darüber rutschte ich in die Vertreterbranche. Heute habe ich zehn gut laufende Vertriebsorganisationen. Auch für Schriftsteller, Schriftschieber, Schriftklopfer und Schreibschrifter.

NOCHMAL FETTEN DANK AN MARKUS. Ich hab mich weggelacht.

Wer wird wohl die/der/es nächste sein?

Stay tuned und rockt das Jahr!!

 

#gelb2

Hallo liebe Freunde der schlechten Unterhaltung:)

aufgrund Zeitmangels gibt es heute keine Kolumne. Aber nicht traurig sein, denn dafür gibt es das zweite Kapitel von Gelb. Wer das erste Kapitel noch nicht gelesen hat, kann dies hier nachholen.

Der Text wurde bisher noch nicht lektoriert und korrigiert. Also nicht wundern, wenn sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat 🙂

Und nun: Viel Spaß und stay tuned!!

KAPITEL 2: VORGLÜHEN

 

Bundesrepublik Deutschland

Saarland

Frühling 1998

 

Frisch geduscht finden wir uns alle in Achims Wohnzimmer zusammen. Achim lebt mit seiner (ziemlich heißen) Mutter alleine in diesem Haus. Ihnen geht es nicht schlecht und so hat Achim alles, was er braucht. Seien es die neuesten technischen Errungenschaften oder einfach “nur” Geld. Ihm fehlt es an nichts. Daher macht es auch immer viel Spaß, bei ihm zu sein. Man ist von vielen Spielereien umgeben und hat ein Gefühl von Freiheit (das hört sich jetzt sehr nach “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” an, aber es ist halt so).

Freiheit hin, Freiheit her, heute wollen wir saufen. Da es erst 18 Uhr ist, also definitiv zu früh um (als coole Jungs) schon auf dem Fest aufzutauchen, entscheiden wir uns für ein Trinkspiel. Der beste Zeitvertreib an sich. Das Spiel nennt sich “Zehnersaufen”. Gespielt wird dies mit einem 64er Blatt. Jeder, der ein Bild zieht (jedes Bild zählt automatisch zehn) – säuft. Jeder, dessen Zahlen auf den Karten in Summe zehn ergeben -säuft. Das Spiel trägt ungemein zur gediegenen Atmosphäre bei und macht auch noch betrunken. Gesoffen wird entweder Schnaps (Summe zehn) oder Bier auf ex (Bild zehn). Besonderheit sind die Asse und Joker. Bei diesen darf man bestimmen, wer was säuft. Ein Traum von einem Spiel. Das Spiel läuft munter und man säuft munter. Nachdem das Gespräch einige Zeit lang an Ralf und Jane hängengeblieben ist, mit den üblichen unfruchtbaren Versuchen, ihn von ihr loszueisen, wechselt Julius schlagartig auf meinen Bruder als Thema. “Mein lieber Aal, wie schaut es eigentlich mit dir und der holden Weiblichkeit aus?” fragt er. “Du bist doch mittlerweile schon voll in dem Alter, in dem man Interesse an Titten und Weibern hat” schließt er lachend. Zwischenzeitlich hat Achim eine Dame gezogen und darf sich ein Bier genehmigen. “Genau Aal” stimmt er danach rülpsend ein “erzähl uns mal davon”. Mein Bruder grinst mich diabolisch an und meint, dass irgendwer in der Familie ja die Stiche machen muss, wenn wir beim Thema Karten spielen bleiben wollen. Alle lachen. Auch ich, denn ein guter Witz ist ein guter Witz. Das Spiel geht weiter und ich ziehe einen Joker. Damit revanchiere ich mich bei meinem Bruder, der dafür einen Schnaps trinken darf.

“Hat eigentlich jemand von Euch Super Metroid unter 2 Stunden durchgespielt” werfe ich in die Runde “umso schneller es unter 2 Stunden geht, umso mehr zieht Samus an Kleidung aus”. “Ich dachte das wäre ein Kerl”, meint Ralf “und außerdem, wie kommt man darauf, so etwas zu versuchen?”. “Easter eggs” sage ich zu ihm “Easter eggs, mein  Freund”. “Ja, irgendeine Art von Eiern muss man ja haben”, meint Achim nach einem Schnaps. Wieder einmal sind alle herzlich am Lachen und ich beschließe, meine Wortwahl sorgfältiger zu treffen.

“Ist deine Mutter eigentlich zu Hause” frage ich Achim und grinse wollüstig in die Runde. “Halt dein Maul, Arschloch” kommt die kurze Antwort, die vom Gelächter aller untermalt wird. “Ich meine ja nur” stichle ich weiter. “Wenn ich kein Bock mehr auf Karten spielen habe, dann wüsste ich was ich sonst tun würde. Wenn sie da ist”. “Du sollst die Schnauze halten”, kommt die Antwort nun definitiv wütend und das Lachen verstummt. Da ich Achim kenne und damit auch die Grenzen der Spässchen, bin ich ruhig. So spielen wir weiter und reden über dies und das. Die Themen beziehen sich hauptsächlich auf Filme und Computerspiele, werden aber mit zunehmendem Alkoholgenuss auch forsch in die weibliche Richtung getrieben. Achim, der schon sehr gut dabei ist, prahlt damit, dass er gerne die Bude für sich alleine hätte, wenn er später mit mindestens zwei Mädels wieder käme. Ralf äußert sich sorgenvoll darüber, dass Jane etwas mitbekommen könnte, wenn wir mit Mädels zu tun haben, worauf mein Bruder laut lachen muss. “Alter” meint er zu Ralf, “was ist dein Problem?” Nur weil wir mit denen reden, machen wir ihnen noch keine Kinder oder so. Chill mal.” Julius und ich grinsen uns während dem Geprahle und den Disputen nur an. META: Nein, wir sind nicht schwul. Wir verstehen uns nur fast blind und wissen, wie die anderen ticken.

Und so wird weiter geredet und weiter getrunken, bis Achim schließlich einschläft. “Oh nein”, meint Julius “nicht schon wieder”. “Du weißt doch, wie er ist”, sage ich. “Wir lassen ihn ausschlafen. Danach ist er wieder fit und wach und er weiß ja, wo er uns findet”. “Ja, er hat noch lange nicht so viel getrunken, dass er einen Blackout hat” stimmt Ralf mir zu.

Gesagt getan. Wir decken Achim zu, malen ihm mit Edding männliche Genitalien ins Gesicht und machen uns auf den Weg zum Fest.

Zur Sicherheit schaue ich noch, ob seine Mutter da ist, damit wir ihr kurz Bescheid geben können. Außerdem kann ich sie dann angaffen. Leider ist sie nicht da, was auch die leere Garage stumm bestätigt. So geht es also weiter auf das Fest.

 

 

Rezension Aetherhertz (Autorin Anja Bagus)

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Hallo Leute,

mit der heutigen Rezension begeben wir uns in die stimmige Welt des Steampunks. Wir befinden uns im schönen Baden-Baden und schreiben das Jahr 1910. Aether steigt aus den Gewässern auf und verändert die Menschen. Diese Veränderten werden ab nun Verdorbene genannt und von der Gesellschaft gemieden. Doofer Äther, möchte man nun denken. Jedoch dient diese neue Substanz auch bestens als Treibstoff für alle möglichen Gerätschaften und Vehikel, und als Waffe macht er sich auch nützlich.

In dieser veränderten Vergangenheit lebt unsere Protagonisten Annabelle Rosenherz. Das junge, intelligente und hübsche Fräulein hat es nicht leicht, denn ihr geliebter Vater ist verschwunden und soll für tot erklärt werden. Es gibt nun einiges an Hick Hack über das beträchtliche Erbe. Außerdem hat die Arme auch einen Makel, sie ist eine Verdorbene. Dazu im Buch aber mehr.

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Signiert ist es auch 🙂

Im Zuge der Erbangelegenheiten, lernt sie die Familie Falkenberg kennen. Die Söhne Paul und Friedrich, sowie deren Vater Peter.

Friedrich ist ein Blitzmann, er bekämpft Verdorbene (wenn nötig) und schützt so die Allgemeinheit. Er ist ein Draufgänger mit Herz und hat, durch ein Mißverständnis, eine Verabredung mit Fräulein Rosenherz, die jedoch in der „Friendzone“ endet.

Paul hingegen tut es dem Fräulein schon mehr an. Er ist eine Leseratte, ein Denker und auch ein Erfinder, der wundervolle mechanische kleine Lebewesen – mit Aether – zum Erwachen bringt. Er ist auf Annabelles „Wellenlänge“ und die beiden werden sich noch nahe kommen.

Annabelle kommt einer Mordserie auf die Spur, die mit Pralinen, Ganoven und verrückten machtgierigen Personen zu tun hat und das ganze Land bedrohen könnte. Zusammen mit Paul, Friedrich und weiteren Personen, macht sie sich daran, den Fall aufzuklären. Dabei wird es teilweise sehr gefährlich für unsere Helden und Spannung ist  garantiert.

Anja Bagus ist eine sehr nette und sympathische Autorin. Genau aus diesem Grund wollte ich einmal ein Buch von ihr lesen. Wir hatten auf der FaRK eine gemeinsame Lesung, welche sehr lustig war und seitdem spukte es in meinem Kopf herum, ein Exemplar von Aetherhetz meines zu nennen und zu rezensieren.

Ich bin sehr schnell in diese tolle und atmosphärische Welt eingedrungen. Man spürt, dass Anja ein absoluter Steampunk Fan ist, da die Geschichte wirklich stimmig und auch romantisch ist. Romantik ist normalerweise nicht so ganz mein Ding, gehört aber in meinen Augen zu Steampunk dazu. Anja hat es sehr schön in Szene gesetzt. Man fühlt sich schnell wohl und ist dann mittendrin.

Neben dem schönen Baden-Baden, lernen wir auch den finsteren Schwarzwald kennen, der unseren Helden einiges abverlangen wird. Auch hier haben wir eine tolle Stimmung und eine zum Greifen dichte Atmosphäre des Unbehagens. Toll geschrieben!

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Ich finde Anjas Schreibweise sehr klar, deutlich und verständlich. Es gefiel mir sehr gut, mich von ihr durch die Geschichte leiten zu lassen und diese tolle Welt erleben zu dürfen. Der Roman ist eine Mischung aus Steampunk (was sonst), Romantik, Krimi und Thriller. Eine Mischung, die mir sehr zusagt.

Manche Szenen sind wirklich überwältigend geschrieben. Da kam ich mir teilweise vor, wie im Kino. Solche Szenen sollte man viel öfter lesen dürfen, denn sie machen ein Buch aus.

Kleinere Abzüge bringen die Perspektivenwechsel in den Kapiteln, die Anja gerne mal vollzieht und die Tatsache, dass manche Nebencharaktere sehr stereotypisch sind. Diese marginalen „Kratzer“ machen dem Buch jedoch nichts aus.

Mein Fazit: Wer in eine tolle und stimmige Welt eintauchen möchte, ist hier richtig. Wer gerne Krimis liest und sich ein bisschen für Liebe und Romantik erwärmen kann, ist hier richtig. Wer auf gute deutsche Autoren steht, ist hier richtig. Wer einfach nur gerne liest und eine tolle Zeit haben möchte, ist hier richtig. Außerdem erlebt der Leser die Entstehung des Amtes für Aetherangelegenheiten!!!

 

Stay tuned

 

Kröten verboten Teil 2

Unbenannt

Hallo Leute,

es passieren gute und schlechte Dinge im Leben. Mein Autorenleben hat schon diverse Höhepunkte erlebt. Z.B.: Diesen Blog, den Ihr gerade lest und der sehr gut frequentiert ist, was uns wiederum stolz macht. Oder meine Lesungen auf der FaRK, die sehr viel Spaß gemacht haben und, bei denen ich positives feedback, für meine Kurzgeschichten, bekam. Oder die Tatsache, dass ich eine Kurzgeschichte für eine Anthologie geschrieben habe, die nächstes Jahr (vor. zur Buchmesse Leipzig) auf den Markt kommt. Neben diesen schönen Dingen gibt es aber auch Schattenseiten. Wir alle erinnern uns an meinen gescheiterten Versuch, Redakteur zu werden. Für alle, die Erinnerungsbedarf haben, hier wird Ihnen geholfen 🙂

Nun ergab es sich, dass ich an einem Schreibwettbewerb teilnahm. Es ging an sich um das Thema „Reise“. Man hatte die Auswahl, aus mehreren Kategorien. So konnte man Romane einreichen, Gedichte, Kurzgeschichten und mehr. Ich entschied mich für eine Kurzgeschichte. Danach outete man sich als Amateur oder Profi. Nach Rücksprache mit den Veranstaltern, fiel ich unter Profi. Nun gut. Der Wettbewerb versprach, dass es in jeder Kategorie einen ersten, zweiten und dritten Platz gäbe. Jeweils für Amateure und Profis. Ich reichte also meine (etwas düstere) Geschichte ein und harrte der Dinge. Ende September war es dann soweit, die Sieger wurden bekannt gegeben. Ich hatte natürlich nur Augen für die Kategorie Kurzgeschichten. Es gab drei Gewinner bei Amateuren und einer bei Profis. EINER????? Da sollten doch drei sein. Oder hat sich nur einer gemeldet? Ich war etwas verwirrt, und wie immer, stellte ich die Beteiligten zur Rede. Daraus ergab sich folgende Konversation (die Überschrift „ICH“ ist, was ich schrieb und das „DIE“ sind die Antworten):

ICH
Guten Tag, bei der Durchsicht der Gewinner, des diesjährigen Wettbewerbes, fiel mit auf, dass unter Kurzgeschichte Profi Autor, nur ein Name steht. Sollten das nicht auch drei sein? Ich frage speziell deshalb, weil ich auch eine Geschichte eingereicht habe

ICH
Hallo nochmal, können Sie mir sagen, woran es liegt, dass dort nur ein Gewinner ist, statt mindestens zwei (wenn ich der einzige war, der noch eine Kurzgeschichte eingereicht hat)? Lieben Dank für eine kurze Information, denn das bewegt mich gerade sehr
DIE
Lieber Herr Slonko, von der Jury werden alle eingesandten und vorab anomynisierten Beiträge unabhängig ob Amateur- oder Profistatus bewertet. Es entsteht dabei eine Rangliste in Form einer Shortlist aus je 10 Beiträgen der einzelnen Kategorien, aus der dann die Preisträger der einzelnen Kategorien in einer zweiten Juryrunde ausgewählt werden. In der Kategorie „Kurzgeschichte“ gab es beim aktuellen Wettbewerb drei Preisträger aus dem Amateurbereich und einen Preisträger aus dem Profibereich. Alle anderen Beiträge in der Kategorie „Kurzgeschichte“ aus dem Profibereich haben es nicht auf die Shortlist geschaft. Es tut uns leid für Sie, dass Ihr Beitrag nicht unter den ausgewählten Einsendungen ist. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Schreiben und viel Erfolg.
ICH
Für mich (Sascha Leidinger) macht das wenig Sinn. Wenn die Shortlist 10 Personen umfasst, dann müssen doch auch 10 Personen darauf sein. Einfaches Beispiel: Ich und noch eine Person senden Kurzgeschichten ein. Shortlist sind 10 Personen. Davon in jedem Fall 2 (ich und die andere) weil es nicht mehr Auswahl gibt. Damit wären wir auch beide Preisträger. Alles andere wäre sehr unfair. Sie können doch keine Autoren dafür bestrafen, dass sich nicht genügend Leute angemeldet haben. Das ist sinnlos. Wenn es drei Plätze gibt uns sich nur drei Leute anmelden, so müssen diese drei auch die Plätze besetzen. Wie kann das sein?
Wenn es die Einteilung Profi und Amateuer gibt, so sollte es auch die Shortlist für Profi und Amateur geben. Ansonsten wäre dies in meinen Augen nicht fair
DIE
Lieber Herr Leidinger, das Auswahlverfahren ist fair. Unter den vielen Einsendungen werden die 10 Besten im ersten Schritt ausgewählt und daraus im nächsten Schritt die Preisträger für Amateur und Profi festgelegt. Wir haben die Unterscheidung nach Amateur und Profi festgelegt, um auch den Amateuren eine faire Chance zu geben. Unter den 10 besten in der Kategorie „Kurzgeschichte“ waren 9 Amateure und ein Profi. Wir verstehen Ihre Enttäuschung und bitten Sie um Verständnis für das Vorgehen der Jury. Mit besten Grüßen
ICH
Natürlich kann ich nichts daran ändern. Aber sie geben doch den Amateuren schon deshalb eine faire Chance, weil es die Kategorie Amateur gibt. Das reicht doch. Auf der Preisverteilung sieht es nun so aus, als hätte sich nur ein Profi gemeldet. Was unschön aussieht. Und mir wurde die Chance genommen, mit gleichwertigen Autoren verglichen zu werden, das es ja eine extra Kategorie gibt.
Auszug aus den AGB des Wettbewerbes (von mir an Die)
Preisverleihung: Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines feierlichen Festaktes, dessen Ort und Termin rechtzeitig bekannt gegeben wird. In allen Kategorien werden, getrennt nach Amateur- und Profi-Autoren, Preise der Plätze 1 bis 3 verliehen. Vier bis sechs Wochen vor der Preisverleihung werden die Gewinner der ersten drei Plätze der einzelnen Kategorien als Gruppe auf der Homepage, ohne Nennung der Reihenfolge der Plätze, bekannt gegeben. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung werden die Sieger der einzelnen Kategorien in der Reihenfolge Platz 3, 2 und 1 vor dem Publikum gekürt. Die Auswahl der Prämierten erfolgt durch die Jury und den Veranstalter. Auf der Veranstaltung wird zusätzlich ein Sonderpreis unter den jeweils 5 besten Einsendungen je Kategorie verliehen. Wir steben an, jeweils die besten drei Beträge je Kategorie mit Preisgeldern zu prämieren, wenn diese durch Sponsoren abgedeckt werden können. Eine ideelle Belohnung jedoch ist garantiert. Bei der geplanten Preisverleihung werden die Gewinner viel Spaß haben, gemeinsam mit prominenten Bühnen-Performern auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten.
Obiges ist ein Auszug aus Ihren AGB. Daraus geht klar hervor, dass es 3 Sieger geben muss
DIE
Lieber Herr Leidinger, die Jury hat aus allen Einsendungen nur einen Beitrag unter dem Profiautoren für preiswürdig eingestuft und daher wird auch kein zweiter oder dritter Preis vergeben werden. Für uns ist die Bewertung durch die unabhängige Jury bindend und wird von uns auch nicht in Frage gestellt. Schauen Sie sich andere Schreibwettbewerbe an, bei denen werden oftmals keine 1. Preise oder Plätze zweifach vergeben. Dies wird immer von der unabhängigen Jury festgelegt und kann von den Organisatoren nicht beeinflusst werden. Wir bitten Sie die Entscheidung der Jury zu akzeptieren und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg beim Schreiben. Mit herzlichen Grüßen
ICH
Mit solchen Niederlagen wird Freude und Erfolg beim Schreiben im Keim erstickt

 

Wie seht ihr das, liebe Krötmunity???

Ich persönlich bin enttäuscht. Meine Geschichte kam nicht gut an. Das ist für mich OK. Geschmäcker sind verschieden, aber diese Art und Weise ist nicht fair, oder? Übrigens, die einzige Profi Autorin, die gewann, ist aus Berlin. Genau wie der Veranstalter des Wettbewerbes.

Und nun für alle noch die von mir eingereichte Geschichte:

Passagier des Lebens

Meine Reise begann mit einem Schrei, der das erste Mal Luft in meine Lungen trieb. Ich atmete. Gelöst von meinem Mutterschiff. Ich war nun kein komplett Mitreisender mehr, sondern ein Reisender. Sicherlich reiste ich noch nicht alleine. Welcher Reiseleiter würde seine Gäste direkt am Anfang der Reise alleine lassen. Ohne Informationen über Möglichkeiten. Informationen über Gefahren. Informationen über den Reiseverlauf.

So reiste ich also die erste Zeit mit Begleitung. Der Beginn der Reise ist schon sehr lange her. Also kann ich mich nicht mehr an alles erinnern. Jedoch weiß ich, dass meine Reiseleitung alles in ihrer Macht stehende tat, um mir meine Reise so angenehm, wie möglich zu gestalten. Ich bekam Kost und Logis, sowie Kleidung und alle weiteren anfangs benötigten Dinge umsonst. Die Reise ging nicht von mir aus, warum sollte ich also dafür zahlen. Der Anfang der Reise war behütet. Meine Reiseleitung immer darum bemüht, mich von den unschönen und gefährlichen Dingen der Reise fern zu halten. So lernte ich Stück für Stück, alleine zu reisen. Dies war anfangs schwer, konnte ich mich doch nicht artikulieren. Ich musste die Sprache meiner Reiseziele erst erlernen. Zum Glück halfen meine Reiseleitung und ältere Mitreisende mir sehr dabei. Auch die Fortbewegung war anders, als ich es gewohnt war. Im Mutterschiff musste ich mich nicht viel bewegen und wenn, so tat ich das instinktiv. Während der Reise jedoch, gab es andere Arten der Fortbewegung. Anfangs schleifte ich mich durch die Gegend, wie eine Robbe. Danach wurde es immer aufrechter, bis ich mich alleine zurechtfand, zumindest in Hinsicht Fortbewegung. Natürlich wurde alles von der Reiseleitung unterstützt.

So begann ich mehr und mehr, meine Reise wahrzunehmen und allmählich kamen die Zeiten, an dich ich mich erinnere. Ich bekam ein paar Jahre später einen Reisegefährten. Ihm erging es ähnlich wie mir und so konnte ich erahnen, wie der Beginn meiner Reise war. Ich beschloss, obwohl ich dies natürlich nicht so perfekt beherrschte, wie meine Reiseleitung, ihm bei seiner Reise behilflich zu sein. Das war schön. Ich konnte meine Erfahrungen weitergeben und die Ergebnisse direkt sehen. Mein Reisegefährte und ich wurden unzertrennlich und langsam lernte auch er die grundlegenden Reisekentnisse. So beschlossen wir wortlos, für eine Weile gemeinsam zu reisen.

Schnell merkten wir, dass es viel mehr Reiseleitungen gab als die, die uns bisher bekannt waren. Manche waren nett und versuchten uns eine schöne Zeit zu bereiten. Andere wiederum hatten auf ihrer eigenen Reise wohl Probleme. Anders konnten wir uns ihr Verhalten nicht erklären. Es kamen auch immer mehr und mehr Mitreisende hinzu. Nach und nach lernte ich wichtige Dinge: Die Reiseleitung, egal welche, war niemals perfekt. Ich dachte anfangs, dass die Reiseleitungen (speziell meine) alles wüsste und konnte, aber dem war nicht so. Es war vielmehr, als suchten sie ihre eigene Reiseleitung, die es nicht mehr gab. Manche gaben sich viel Mühe, dies zu verbergen. Meistens ohne Erfolg. Nur wenige schafften es tatsächlich ihre eigene Reiseleitung zu sein.

Auch meine Mitreisenden, über die ich mich anfangs freute, stellten sich nicht alle als angenehm heraus. So beschloss ich, nicht allen zu trauen und mir meine Mitreisenden ab nun selbst auszusuchen. Das war nicht einfach, da wir uns immer wieder begegneten,  aber ich versuchte mein Bestes.

Ferner musste ich schmerzhaft lernen, dass eine Reise auch Gepäck bedeutete. Anfangs war es wenig Gepäck, das sich im Vergleich zu heute geradezu lächerlich darstellt. Aber das wusste ich damals nicht. Es war eben Gepäck. Es ging darum, mit den Mitreisenden klar zu kommen. Und darum, die immer lästiger werdenden Reiseleitungen zu akzeptieren. Und nach und nach wurden sie alle, selbst die, von denen ich es nie dachte, immer mehr zu Störfaktoren. Wie sollte ich meine Reise glücklich fortsetzen, wenn die Reiseleitung den Weg selbst nicht immer wusste. Natürlich hatte sie Erfahrung, aber auch diese kannte ihre Grenzen. Allmählich bildete ich mir ein, den Weg vielleicht besser zu kennen und reiste auch hiernach. So eckte ich mit vielen Reiseleitungen an und auch mit vielen Mitreisenden. Am liebsten wäre es mir gewesen, wenn jeder mich meine Reise alleine hätte fortsetzen lassen. Aber dem war nicht so. Jeder wusste einen Teil des Weges besser oder versuchte mich in eine gewisse Richtung zu treiben, dem Stand zu halten und seine eigene Route dabei beizubehalten war sehr schwierig. Ich versuchte es dennoch so gut es ging.

Also schaffte ich mir mein eigenes kleines Reisedomizil. In dieses ließ ich nur Mitreisende und Reiseleitungen, mit denen ich gern zu tun hatte. Das lief eine Weile sehr gut. Ich hatte einen ausgewählten Kreis an Gefährten um mich und fühlte mich wohl dabei. Es gab immer mal wieder Mitreisende die mich verletzten. Aber das stand ich so tapfer durch, wie es eben ging. Ich war kein aggressiver Reisegast und hielt mich nicht für den Reiseführer. So geriet ich oft in Situationen, die nicht eben einem Traumurlaub glichen. Aber das gehörte zur Reise dazu, wie mir meine Reiseleitungen und diverse Mitreisende versicherten. Ich hatte eine aufregende Reise die zwar nicht immer perfekt war, mir jedoch gefiel. Es war meine Reise. Bis es schlagartig zu einer Änderung der Route kam.

Es gab einen neuen Mitreisenden. Jemand, der alle bisherigen, sowie alle Reiseleitungen in den Schatten stellte. Ich wollte nur noch mit dieser Person reisen und tat es auch. So entfernte ich mich nach und nach von allen teuer gewordenen Mitreisenden und merkte es nicht einmal. Ich war mir sicher, dass die Reise nur noch mit dem Neuzugang weiter zu unternehmen war. Dieser Abschnitt verlief sehr gut. Dann kam jedoch ein Problem: meine Reiseroute musste sich wieder ändern. War ich bisher in meinem eigenen kleinen Domizil, so wurde nun von mir verlangt, dieses zu verlassen. Mein eigener Reiseleiter zu werden. Hatte ich in meinem Domizil viel Zeit für mich, so musste ich nun lernen ein Reiseleiter zu sein. Dies brachte eine andere Umgebung mit sich. Es brachte neue Mitreisende mit sich und auch neue Reiseleiter. Diese Situation brachte mich ins Schwanken. Hatte ich doch bisher eine schöne Reise gehabt, so musste ich nun mit neuen Mitreisenden und Reiseleitern klar kommen, die ich mir nicht selbst aussuchen konnte. So wurde das Wetter auf meiner Reise oft sehr schlecht. Der Himmel dunkel. Die Person, mit der ich am liebsten reiste, war am wenigsten an meiner Seite. Die Mitreisenden waren nicht böse zu mir, ich hatte dennoch Angst vor ihnen. Ich traute ihnen nicht und wollte sie auch nicht bei mir haben. Dies führte am Ende dazu, dass ich mich von meiner liebsten Mitreisenden Person trennte. Ich wusste, dass ich, egal wie weh es tat, die Reise alleine fortführen musste. Wenn ich das nicht tat, würde ich früher oder später Schiffbruch erleiden. Es war meine Reise und es war noch viel zu früh, um vor Anker zu gehen. Da es zu sehr schmerzte, von meiner wunschmitreisenden Person so selten begleitet zu werden beschloss ich, den Weg alleine weiter zu gehen.

Ich schloss mich wieder meiner alten Reisegruppe an und gab mein bestes, ein guter Reiseleiter zu werden. Von da an lief alles besser. Sicher waren noch dann und wann Wolken am Himmel, aber die Sonne schien immer durch. Oft strahlte sie auch. So beschloss ich, mein eigener Reiseleiter zu sein. Ich wollte der perfekte Reiseleiter sein. Leider ging ich zu verbissen an diese Aufgabe heran. So gefährdete ich meine Reise sehr, das merkte und wusste ich. Ich konnte jedoch nicht damit aufhören. Es begann als kleine Unwegsamkeit und steigerte sich zu einer Mauer, die das weitere Reisen verhinderte. Auch meine Mitreisenden konnten mir hier nicht helfen, weil sie mit dieser Route einfach nicht vertraut waren. Ich wusste weder ein noch aus.

An dieser Stelle fand ich einen weiteren Reisenden, der mir half. Er kannte sich mit der Route auch nicht aus, hatte aber eine Idee für eine alternative Route. Er beschrieb mir einen Weg, den ich gehen konnte. Berichtete von Reiseleitern, die meine aktuelle Route kannten und einen Ausweg wüssten. So beschloss ich mich an diese zu wenden und bekam Hilfe. Langsam wurde die Mauer niedriger und ich konnte darüber schauen. Dies kostete mich enorme Kraft und Anstrengung. Jedoch nicht so viel, wie immer wieder schmerzhaft gegen die Mauer zu rennen. Nach einiger Zeit war es soweit und ich konnte über die Mauer hinweg steigen und meine Reise fortsetzen. Gemeinsam mit meinem neuen Gefährten, der mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen war.

So reisten wir gemeinsam. Es war eine schöne Reise, da jeder Wege und Routen, Orte und Plätze kannte, die traumhaft waren. Diese besuchten wir immer wieder auf unserer Reise und genossen die gemeinsame Zeit.

Wir überlegten, uns ein gemeinsames Domizil zu schaffen. Dies sollte gewiss nicht das Ende der Reise sein, aber ein Heimathafen. Ein Ort, der der Ausgangspunkt für viele neue kleine Reisen sein sollte. Dies taten wir auch und es wurde wunderschön. Unser komplett eigenes Domizil. Hier erfuhren wir gegenseitige Liebe und Wärme. Hier gab es Halt und Probleme kamen auf den Tisch und wurden gelöst. Nach einiger Zeit dieser gemeinsamen Reise beschlossen wir, die Rolle der Reiseleiter für einen neuen Reisenden zu übernehmen.

Und so drehte sich das Rad der Zeit auch für ihn. Seine Reise begann und wir waren bei ihm. Wir planten seine anfängliche Reise so gut es ging. Standen ihm mit Rat und Tat zur Seite und waren immer für ihn da. Auch er würde bald Mitreisende haben und weitere Reiseleiter. Wir hofften sehr, dass wir ihm mit unseren Reisekenntnissen helfen könnten, damit er den richtigen Weg einschlägt, der dennoch sein eigener Weg ist. Wir wollten nicht seine komplette Route planen, sondern ihm die Anfänge erklären. Damit er die richtigen und wichtigen Informationen hat, die er für seine Reise benötigt. Es würde sicherlich schwer für uns werden, ihn irgendwann seine eigene Reise antreten zu lassen. Aber wir waren uns sicher, dass wir immer auf irgendeine Art und Weise seine Mitreisenden sein würden.

So kam es dann auch. Das Rad des Lebens drehte sich weiter und unser wohlbehüteter Mitreisender wurde immer mehr und mehr zum Reisenden und schließlich auch zum Reiseleiter. Wir waren stolz auf ihn, da er viel erreichte und kein allzu großes Gepäck bei sich trug. Zumindest wussten und ahnten wir nichts in dieser Hinsicht.

Und so ging auch unsere Reise weiter. Anfangs ließen wir uns treiben. Genossen die Zeit ohne die Reiseleitung für jemand anders zu übernehmen. Genossen die wiedergekehrte Freiheit, die wir hatten. Dann wurde uns jedoch langweilig. Wir versuchten also, gemeinsam einen neuen Weg zu gehen. Dies funktionierte jedoch nicht so gut, wie wir es uns erhofft hatten. Anscheinend hatten wir uns in der Rolle der Reiseleitung zu sehr verfangen. Die Rolle des Mitreisenden und der Zweisamkeit sträflich vernachlässigt. Wir fanden einfach keine gemeinsame Route.

Dann geschah es: mein, MEIN Reisegfährte fand einen anderen Mitreisenden besser. Nach all dieser Zeit. Ich konnte ihm keine Vorwürfe machen, denn er tat es nicht mit Absicht. Gefühle kennen kein rationales Denken. Dennoch tat es unendlich weh und diese Wunde würde nicht schnell verheilen, falls sie das je tat. Meine Reise geriet ins Wanken.

Ich versuchte andere Reisgefährten zu finden. Dies gelang mir auch. Manche waren für einen Kurztrip zu haben und andere für längere Reisen. Aber niemand war so, wie MEIN Reisegefährte. Der Himmel auf meiner Reise verdunkelte sich zusehends. Ich sah kein Licht mehr. Dachte nur an den verlorenen Gefährten und den glücklichen neuen Mitreisenden, den er nun hatte. Das vergiftete meine Gedanken und gefährdete meine Reise. Schließlich beschloss ich Dinge zu mir zu nehmen, die die Reise vereinfachen sollten. Dies stellte sich schnell als Fehler heraus, da es schlechte Dinge waren. Kurzfristig taten sie mir gut aber auf längere Sicht hin würden sie mir sehr schaden. Ich sah mich in einer Sackgasse, aus der ich nicht herauskam. Meine Reise, die letztlich doch gut gelaufen war schien am Ende. Ich wusste nicht mehr was ich tun sollte. Ich war zu kraftlos um wieder eine neue Route zu suchen. Zu kraftlos um andere Mitreisende und Reiseleiter um Hilfe zu bitten. Ich war einfach zu kraftlos für alles.

Das war bis jetzt. Jetzt habe ich die Kraft gefunden, die ich brauche. Die letzte Kraft, die ich habe. Dies ist die Kraft, meine Reise zu beenden. Es macht so keinen Sinn mehr. Ich werde nun die Segel streichen. Ich werde in meinem ehemaligen Domizil etwas tun, das mich auf eine neue Reise bringt. Oder diese für immer beendet. Ich weiß nicht was geschehen wird. Ich habe Angst. Große Angst. Aber ich weiß auch, dass ich diesen Schritt gehen muss. Es wird der letzte Schritt auf dieser Reise sein.

 

Stay tuned!

Farm Fiction

wallpaper abyss - alpha coders
Quelle: Wallpaper Abyss – Alpha Coders

Na? Wer von euch kann sich noch an die gute alte Zeit der Science Fictionfilme erinnern? Da wurde gegen Aliens gekämpft, Raumschlachten ausgefochten oder mit heimtückischem Computer, gegen sein Ableben, angekämpft. Jedes Element, das man finden konnte, gegen eine außerirdische Invasorenmacht aufgeboten oder in Kartoffelbrei die Ankunft der Aliens vorausgesehen. Es wurden schrumpelige kleine Finger zum Leuchten gebracht und sich, in gebrochenem Deutsch und falschem Satzbau, ein Anruf nach Hause gewünscht. Ja, es wurde sogar dorthin gegangen, wo noch niemals ein Mensch zuvor war… ähnlich dem Kühlschrank, mit dem alkoholfreien Bier, in der Krötor Redaktion.

Und heute? Heute hat sich die Thematik von Grund auf geändert! Wo früher noch die oben genannten Themen im Vordergrund standen geht es, in neueren Werken aus dem Bereich der Science Fiction, ums

FARMEN!?!?!

Ja, richtig gehört: F A R M E N!!!

Dieser Gewissheit bin ich mir gewahr geworden, als ich den heutigen Rezensionsfilm gesehen habe, mir es in der Badewanne mit einer Zigarre, Dosenbier, meinem Lieblingskoi und meinem Elektrogrill gemütlich machte, um über das eben gesehene Werk nachzudenken.

Angefangen mit „Rogue One“ -> Wissenschaftler möchte lieber Farmen als nen Todesstern zu bauen –zugegeben nicht der Haupthandlungsstrang – dann aber „Der Marsianer“: Farmen aufm Mars als Zielplanet und zum Überleben auf eben jenem ein wesentlicher Bestandteil der Story Line und nach dem heutigen Kleinod der cineastischen Industrie denke ich mir: Wo soll das noch hin führen?!?

Aber nun genug des Vorgeplänkels. Den Film, den ich heute rezensieren will, aus dem Bereich der Farm Fiction, heißt:

Interstellar

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2014

Dauer: 169 min

Regisseur: Christopher Nolan

Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan

Matthew McConaughey: Cooper

Anne Hathaway: Dr. Amelia Brand

Mackenzie Foy: Murphy Cooper, 10 Jahre

Jessica Chastain: Murphy, Erwachsene

Matt Damon: Dr. Mann

Michael Caine: Professor Brand

David Gyasi: Romilly

Wes Bentley: Doyle

Casey Affleck: Tom Cooper, Erwachsener

Timothée Chalamet: Tom, 15 Jahre

John Lithgow: Grandpa Donald

Topher Grace: Getty

Ellen Burstyn: Murphy, 90 Jahre

Leah Cairns: Lois, Toms Frau

Jeff Hephner: Krankenhaus-Arzt

David Oyelowo: Schuldirektor

Collette Wolfe: Lehrerin Ms. Hanley

Elyes Gabel: Administrator

Bill Irwin: TARS (Stimme)

Josh Stewart: CASE (Stimme)

interstellar - official movie site
Quelle: Interstellar – Official Movie Site

Um was geht’s?

Die Handlung ist angesiedelt in einer nahen Zukunft.

Die Erde ist am Arsch! Trockenheit, Klimawandel, Artensterben (sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen) und vermutlich immer noch Donald Trump. Da es problematisch ist, genug Nahrung für die Menschen anzubauen, wurden alle Gelder, die dem Staat zur Verfügung stehen, in die Landwirtschaft gesteckt… richtig! FARMEN! Erschwert wird das Farmen durch die Tatsache, dass der Klimawandel – Trockenheit und regelmäßige wiederkehrende heftige Sandstürme – und das vermehrte Aufkommen von Krankheiten die Nutzpflanzen befallen, dazu geführt haben, dass Mais als einzige Pflanze überlebt hat. Diese wird jetzt auf Teufel komm raus angebaut. Allerdings gibt es zu dieser letzten Nahrungsquelle auch schon die passende Krankheit, die diese Nahrungsoption wohl auch in wenigen Jahren wegfallen lässt. Kein McDonalds, kein Schwenken, nur Mais den ganzen lieben langen Tag… Die Erde ist am Arsch!

Aus diesem Grund ist Cooper (McConaughey), einst NASA Pilot, Astronaut und begnadeter Ingenieur, nun Farmer. Sein Arbeitsgebiet wurde schlichtweg, quasi zurück in die Steinzeit, weg rationalisiert. Die NASA ist offiziell, wegen den Kosteneinsparungen, aufgelöst und Universitäten, an denen er evtl. Lehren oder Forschen könnte, gibt es schlichtweg nicht mehr.

Also bestellt er mit seiner Familie, Tochter Murphy (Mackenzie Foy als Kind, Jessica Chastain Erwachsene und Ellen Burstyn als Oma), Sohn Tom(Timothée Chalamet als Kind, Casey Affleck als Erwachsener) und Opa Donald (John Lighgow) die Farm. Seine Ehefrau, die Mutter der Kinder, ist zur Zeit der Handlung bereits verstorben.

Durch einen glücklichen, nennen wir es, Zufall bekommt Cooper Koordinaten an die Hand, zu denen er dann auch abenteuerlustig, wie er nach wie vor ist, hin reist. Was er dort findet ist die Nachfolgeorganisation der NASA. Mit privaten Forschungsgeldern treiben  Prof. Brand (Michael Caine – seit Batman Beginns übrigens in jedem Nolan Film am Start) und sein Team eine Forschung voran, die die Letze Hoffnung der Menschheit sein könnte: Besiedlung einer fernen Welt. Da der Warpantrieb noch nicht erfunden wurde, kommt es sehr gelegen, dass vor 20 Jahren, nahe dem Saturn, ein Wurmloch entstanden ist… Glück muss die Menschheit haben. Daraufhin wurden vor 10 Jahren 12 mutige Astronauten, jeder in seinem Raumschiff, durch dieses Wurmloch geschickt um die Planeten jenseits des Wurmlochs zu erforschen ob sich die Menschheit dort ansiedeln kann. Und tatsächlich, von 3 der tapferen Raumfahrer, kamen tatsächlich positive Nachrichten zur Erde zurück. Die Verbindung und der Nachrichtenaustausch ist ein wenig schwierig, da die Telekom ihr interstellares Netz noch nicht ausgebaut hat und auf der anderen Seite des Wurmlochs nicht nur Planeten sondern auch Gargantua liegt: Ein riesiges schwarzes Loch!

Als ehemaliger Pilot wird dann Cooper angeheuert, um mit einem Team durch das Wurmloch zu fliegen, zu schauen ob die gefundenen Planeten brauchbar sind und damit die Menschheit zu retten… Was ein Abenteuer!

Das Leben könnte so einfach sein, wenn nicht neben diesem Wurm- und des Schwarzen-, auf der anderen Seite auch noch ein Arschloch warten würde… aber so ist das halt manchmal…

Ich fand diesen Film wirklich klasse! Lassen wir die derzeit bekannten physikalischen Parameter außen vor, mit denen vieles, wie Wurmloch, schwarzes Loch, im Film sicherlich nicht in dieser Art nutzbar gewesen wäre.

Was uns erwartet, ist eine Endzeitstimmung auf der Erde, die nicht eine Alieninvasion, ein Aufstand der Maschinen oder das gleichzeitige anschalten aller Föhne auf der Welt voran ging, sondern eine klimatische Entwicklung, die man sich auch heut zu tage tatsächlich so in der Zukunft vorstellen kann…

Dazu bekommen wir eine, bis zum Schluss spannende, Entdeckergeschichte geliefert und einen wundervollen Einblick auf andere Planeten, wie tödlich, andersartig und schön sie sein könnten… cineastisch perfekt umgesetzt!

Und zu guter Letzt: Die Story hinter der Story! Die ich für sehr gelungen halte und die eine Möglichkeit der Darstellung eines wissenschaftlich schwierigen Themas bildet. Auch hier mit viel Idee toll umgesetzt.

Mein Fazit: Es ist ein sehr gelungener Abenteuerfilm mit einer Prise Anspruch, ohne den man einen solchen Film, mit einer solchen Thematik, nicht machen kann oder zumindest nicht machen sollte…. Vergleichbar mit den Werken Kubricks  2001 Odyssee im Weltraum und nicht nur auf Spannung und Abenteuer ausgelegt wie der Marsianer.

Die Schauspieler, mit Michael Caine und Matthew McConaughey sind 2 meiner Lieblingsschauspieler dabei, liefern ebenfalls eine solide Leistung ab, ohne dass einer von ihnen positiv oder negativ heraus sticht. Obwohl Matthew, dank diesen scheiß spannenden Tagen im Jahr 2014, wirst du für mich immer Rusty Cole bleiben…

Mein einziger Wehrmutstropfen: Ein wenig zuviel Happy End für meinen Geschmack. Aber das ist auch schon alles.

Ich möchte die Rezension mit dem sehr stimmigen, im Film mehrmals zitierten Gedicht, von Dylan Thomas, abschließen:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht,
Glüh, rase Alter, weil dein Tag vergeht,

Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Denn weise Männer, wissend, nichts was sie gedacht

Hat Licht gebracht ins Dunkel, und es ist zu spät,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und gute Männer, brüllen, schon der letzten Welle Fracht,

Und denkend ihrer Mühn, im Meer verweht,
Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und wilde Männer, die der Sonne Pracht,

Im Fluge singend fingen, die nun untergeht,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und ernsten Männer, blind schon, wächst Verdacht,

Auch blindes Auge lacht und blitzt, eh es vergeht,

Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und du mein Vater, den der bei dir wacht,

Verdamm und segne weinend ihn. Hier mein Gebet:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Also geht nicht gelassen in die gute Nacht, Euer U.J.M.

P.S.:

Dank der vielen Nachfragen, nach unseren Rätseln, im Bereich Film und Serie, möchte ich die Gelegenheit nutzen, unsere Krötmunity dahingehend zu befriedigen:

In welcher Sience Fiction Serie wird dieses Gedicht, 2 mal in, jeweils verschiedenen Staffeln, ebenfalls  rezitiert?

Zu gewinnen gibt es getragene Höschen unseres Chefredakteurs, der mir wöchentlich 1-2 zukommen lässt… An dieser Stelle nochmal: Lass das bitte (NEIN – Anm. d. Red.)!!!

Viel Glück eure Ratekröte U.J.M.

Quelle Beitragsbild: Artefact Magazine

 

 

 

 

Abstand

SWR
Quelle: SWR

Hallo Leute,

die letzten paar Wochen war ich sehr häufig auf Deutschlands Straßen unterwegs. Viele Kilometer legte ich zum Beispiel zurück, um ein grandioses Seminar für Schreiberlinge besuchen und genießen zu dürfen. Da ich selbst nicht gerne mit der Bahn unterwegs bin und 1200 Kilometer eher schwierig zu Fuß oder mit dem Radl zu bewältigen sind (vor allem dann nicht, wenn man zeitlich gebunden ist), bevorzuge ich die Fahrt mit dem Auto. Man hat seine Ruhe, kann sich Hörbücher anhören, seinen Gedanken nachhängen, die Strecke genießen (wenn sie denn schön ist) oder einfach Radio hören. Da mein Weg zur Arbeit auch rund 50 Kilometer beträgt und ich viel unterwegs bin, habe ich also einiges an Erfahrung, was das Autofahren angeht.

Das Autofahren hat sicherlich viele Vorteile. Leider bringt es auch Nachteile mit sich. Diese sind allerdings nicht bedingt durch einen selbst (das kann ja gar nicht sein) sondern, durch die anderen. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Stau, bzw. zäh fließender Verkehr. An sich eine sehr unschöne Situation. Verbrachte ich doch am Wochenende die meiste Zeit, auf einer bestimmten Autobahn, im Stau. Ich rede hier von der A7. Im Kopf stellte ich die These auf, dass Autobahnen „Freudenmädchen“ sind, die (salopp gesagt) jeden drauf lassen. Die A7 muss besonders gut sein, dachte ich bei mir. Und sie war es auch. Ich war unendlich befriedigt, als ich nicht mehr auf ihr war.

Nun gibt es im Stau (egal ob auf Autobahn, Bundesstrasse, Landstrasse oder was auch immer) verschiedene Verhaltensweisen, von verschiedenen Archetypen der Verkehrsteilnehmer. Hier möchte ich wieder meine beliebten Musterbeispiele aufzeigen, die uns Stück für Stück, dem Kern der heutigen Kolumne, näher bringen. Legen wir also los:)

Panne auf A6: Zwölf Kilometer Stau im Berufsverkehr
Quelle: Badische Neueste Nachrichten

1st: DER MEGATYP

Zu diesem zähle ich mich gerne selbst, denn er macht alles richtig. Er ist auch im Stau aufmerksam und zuvorkommend, wie ein grandioser Liebhaber. Er behält alles im Auge. Er döst nicht vor sich hin oder spielt am Handy. Er sieht es, wenn jemand die Spur wechseln möchte und lässt ihn dies tun. Für ihn ist der Stau eine nervige Sache, das ist klar, aber er zieht ihn souverän durch. Er ist der Commander. Hat alles im Griff. Andere Autofahrer schauen zu ihm auf und verehren ihn. Autofahrerinnen schmelzen dahin, wenn er an ihnen vorbei fährt und es kommt nicht selten vor, dass diese sich die Kleider vom Leib reißen und auf ihn zustürmen. Dies ist auch ganz natürlich, denn er ist der Alpha. Kein Arschloch-Alpha, sonder der souveräne, nette, zuvorkommende Alpha, der dennoch weiß, was er will und dies durchsetzt. Fast unmerklich subtil. So genial ist dieser Megatyp. Er hat keine Feinde, sondern nur Freunde und oftmals wird er von Engels-Chören angekündigt.

2nd: DER ICH-MACH-DIE-SCHEISS-LÜCKE-DICHT-TYP

Dieses Exemplar eines Autofahrers ist eher egoistisch angehaucht. Ihm geht es darum, schnellstmöglich sein Ziel zu erreichen. Dies wird natürlich im Stau oder zäh fließendem Verkehr, schwierig. Dennoch versucht er sich, stoisch wie er ist, seinen Vorteil zu erFAHREN. Er schließt direkt jede Lücke, die entsteht. Er wechselt die Spur (rücksichtslos versteht sich) sobald er denkt, es wäre von Vorteil für ihn. Er hat eine miese Ausstrahlung und kommt bei den anderen Verkehrsteilnehmern nicht gut an. Und schon gar nicht möchte eine Teilnehmerin Verkehr mit ihm haben. Er kämpft bedingungslos und überholt zum Beispiel den MEGATYP. Jedoch nur, um eine Stunde später, wieder von selbigem überholt zu werden. Er verschwendet unnötige Energie um ein Ziel schneller zu erreichen, als die anderen. Leider ist er höchstens ein paar wenige Minuten schneller am Ziel, da halt mal alle im Stau stehen. Rettungsgasse ist ein Fremdwort für ihn. Er fährt direkt hinter dem Rettungswagen her, um so sein Ziel noch schneller zu erreichen. Er ist von Grund auf egoistisch und wurde früher sicherlich viel gehänselt. Außerdem erreicht er wenige Ziele in seinem Leben. Er ist der Typ, der die Kaffeetasse auf die Spülmaschine stellt und sie nicht einräumt, damit andere das für ihn tun. Alle Lachen über ihn und sein Verhalten, aber er hält sich für schlauer. Wenn es nicht zwangsläufig mit einem Unfall und Schmerzen verbunden wäre, so würde er ein anderes Fahrzeug rammen. Dies in der Hoffnung, mit dem Rettungshubschrauber aus dem Stau raus zu kommen. Hätte nicht er den körperlichen und materiellen Schaden, so würde er mit Sicherheit soweit gehen, um ganz schnell dem Stau zu entkommen. Haltet Euch also fern von solchen Typen, denn die sind doof.

3rd: DER ICH-HALTE-AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAABSTAAAAAAAAAAAND-TYP

Ich zähle mich zu dem MEGATYP, kann den ICH-MACH-DIE-SCHEISS-LÜCKE-DICHT-TYP halbwegs verstehen, bzw. seine Art und Weise nachvollziehen. Aber der ICH-HALTE-AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAABSTAAAAAAAAAAAND-TYP ist mir ein komplettes Rätsel. Folgende Situation: Wir fahren munter vor uns her und das Auto vor uns fährt sehr langsam. Wir ärgern uns darüber, können aber nicht überholen, da wir gerade in einer Kurve sind. Nach der Kurve sehen wir, dass wir eigentlich im Stau stehen. Das konnten wir jedoch vorher nicht erkennen, da der Fahrer im Wagen vor uns – GRUNDLOS – einen Abstand von geschätzten 20 Kilometern hielt. Warum macht jemand so etwas? Sind die Bremsen total fertig? Hat er Angst vor anderen Autos? Möchte er uns einfach nur ärgern? Döst er vor sich hin? Muss er einen bestimmten Abstand halten, um den Weltuntergang zu verhindern? Bekommt er pro Kilometer Abstand eine gewisse Summe an Geld? Was ist mit dem los? Stellen wir uns einmal vor, jeder würde so fahren. Dann hätten wir permanent Staus auf allen Strassen. Und wehe WEHE man überholt ihn. Dann gibt es ein Hup- und Lichtkonzert, das einem Auftritt von Rammstein in nichts nach steht. Und solch einen Unhold hinter sich zu haben, wenn er verärgert ist, macht gar keinen Spass. Also besser nicht überholen.

Also Leute, wenn ihr schon keine MEGATYPEN sein könnt (warum auch immer) dann werdet bitte zumindest niemals ICH-HALTE-AAAAAAAAAAAAAAAAAAAABSTAAAAAAAAAAAND-TYPen. Tut dies dem Rest der Welt einfach nicht an.

Stay tuned

Quelle Beitragsbild: Focus

Rogue One – a UJM Statement

wikipedia
Quelle: wikipedia

Hallo liebe Filmfreunde,

heute möchte ich einen Film besprechen, der letztes Jahr in die Kinos kam.

Noch schwer enttäuscht von dem letzten cineastischen Erguss aus diesem filmischen Universum ein Jahr zuvor, war das einzige was mir blieb eine, sagen wir, neue Hoffnung in diesen Film!

Ich, mit oder fasst schon in diesem Universum groß geworden, war schon früh den Filmen und den Serien, den Büchern, der Filmmusik, den Rollenspielwelten, den Table Tops, den Computerspielen, den mehr oder weniger guten Persiflagen und natürlich auch dem Merchandise verfallen.

Deswegen trafen mich auch die neueren Filme größtenteils und das in 2015 erscheinende, offensichtlich in einem kreativitätsschwarzenloch gedrehte, Werk besonders hart.

In diesem Sinne bleibt mir als Einleitung nur noch folgendes zu sagen:

 

Ich bin dein Vater, Krötor!

…so eine Art von Vater der jegliche familiäre Verbindung mit dir bis aufs Messer abstreiten würde, aber dennoch dein Vater…

 

Rogue One: A Star Wars Story

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2016

Dauer: 134 min

Regisseur: Gareth Edwards

Drehbuch: Chris Weitz, Tony Gilroy, John Knoll, Gary Whitta

Schauspieler:

Felicity Jones (Jyn Erso)

Diego Luna (Captain Cassian Andor)

Ben Mendelsohn (Direktor Orson Krennic)

Alan Tudyk (K-2SO)

Donnie Yen (Chirrut Îmwe)

Jiang Wen (Baze Malbus)

Riz Ahmed (Bodhi Rook)

Guy Henry (Gouverneur Wilhuff Tarkin)

Forest Whitaker (Saw Gerrera)

Mads Mikkelsen (Galen Erso)

Jimmy Smits (Senator Bail Organa)

Genevieve O’Reilly (Senatorin Mon Mothma)

Alistair Petrie (General Draven)

Ben Daniels (General Merrick)

Ian McElhinney (General Dodonna)

Jonathan Aris (Senator Jebel)

Paul Kasey (Admiral Raddus)

Stephen Stanton (Admiral Raddus – Stimme)

Spencer Wilding (Darth Vader)

James Earl Jones (Darth Vader – Stimme)

Ingvild Deila (Prinzessin Leia Organa)

Anthony Daniels (C-3PO)

Valene Kane (Lyra Erso)

promobricks
Quelle: Promobricks

Um was geht’s?

Der ehemalige begnadete Waffentechniker des Imperiums und jetzige Hobbyfarmer, Galen Erso, wird von Orson Krennic daran erinnert, dass im Imperium die Rente ab 67 gilt und er deswegen gefälligst wieder als Entwickler beim Projekt „kleiner Stern“ – was sich wesentlich freundlicher und politisch korrekter anhört, als TODESSTERN – mithelfen soll! Er könne ja schließlich Farmerama online zocken, wenn er seine selbstgewählte Ruhestandstätigkeit vermissen sollte.

Erso, eigentlich nicht gewillt sein neues Leben wieder aufzugeben und in der Gewissheit, dass das Imperium seinen Wunsch wenn nötig auch mit Gewalt Nachdruck verleihen würde, sagte Frau, Lyra Erso, und Kind, Jyn Erso, sie sollen sich verstecken. Zeit genug hatten sie, da das Imperium schön weit weg parkte. Jyn, hörte brav auf Papi, versteckte sich und überlebte… die Ehefrau hörte nicht auf ihren Gatten, wollte ihm helfen und wurde von den Truppen des Imperiums erschossen. Daraufhin wurde Galen Erso einkassiert, an die Arbeit geschickt und Jyn von Saw Gerrera, einem Freund der Familie und seines Zeichens radikalisierter Rebell, aufgezogen.

Galen Erso, immer noch sauer wegen der Zwangsrekrutierung und Zwangsscheidung, baute in Projekt kleiner Stern eine Schwachstelle ein, die dazu führen kann, dass sämtliche Systeme auf einen Schlag versagen… dank Episode IV – Eine neue Hoffnung – wissen wir, dass ein 2×2 Meter breites Gitter über ner Ventilationsöffnung gereicht hätte, die Kiste sicher zu machen…

Um diesen einen Fehler ausfindig zu machen, musste die Rebellion an die Baupläne, die auf dem Tropenplaneten Scarif, in einer riesigen technischen Bibliothek aufbewahrt wurden, herankommen.

Eine kleine Truppe freiwilliger, ohne Einsatzbefehl des Rebellenrates, angeführt von Captain Cassian Andor und Jyn Erso, der mittlerweile erwachsenen Tochter von Galen Erso, lässt sich auf das Abenteuer ein.

Soviel zu der Handlung. Nun möchte ich Euch erzählen, warum ich diesen Film äußerst gelungen finde!

Als Bindeglied zwischen Teil III und IV, als kurze Story, als „ A Star Wars Story“ verrät uns der Titel schon, was uns erwartet. Ein Zwischenspiel von eben jenen Rebellen, die die Pläne des Todessterns erbeuteten… Dass Sie das taten wussten wir, das wie wird hier beleuchtet. Ich hatte nach dem Film das Gefühl, Star Wars ist erwachsen geworden… und das unter Disney. Die Tatsache, dass es beim Imperium nicht nur Arschkrampen gibt, wurde schon in Episode VII beleuchtet. Hier wird es wieder in der Läuterung des Galen Erso und dem übergelaufenen imperialen Piloten Bodhi Rook gezeigt. Neu ist, dass gezeigt wird, dass auch die Rebellion eine „dunkle Seite“ hat. Erwähnt werden hier Rebellen Attentäter – was jedem Star Wars Freund ja schon irgendwie, insgeheim bewusst war, aber auch (Terror)Anschläge werden hier thematisiert. Die Gewissheit gibt uns hier der radikalisierte Rebellensplittergruppenführer Saw Gerrera, der sich von der Rebellion los sagte, und die Rebellion sich von ihm, da er eine Grausamkeit in seinen Aktionen an den Tag legte, die so manchem – ach so dunklen – Jedi gut zu Gesicht gestanden hätte. So ist er gewillt, durch eine Befragung, die geistige Gesundheit eben jenes übergelaufenen Piloten aufs Spiel zu setzen, um zu erfahren, ob er die Wahrheit sagt – was dem geneigten Star Wars Märchen „Gut gegen Böse“ Freund befremdlich erscheint, mir aber eine neue Bandbreite und Tiefe vermittelt, die mir bis jetzt ein wenig fehlte. Auch absolut stimmig finde ich die Auswahl der Schauspieler. Eher eine No Name Gruppe, gespickt mit bekannteren Namen, die dann aber doch schnell von der Bildfläche verschwinden. Keine großen Jedi iwwertypen, nein, ganz normale Menschen, und die ein oder andere Spezies, ganz normale Soldaten, die, wie einst die „Wildgänse“ zu einem Himmelfahrtskommando aufbrechen… und das zum krassen Gegensatz, an einen Ort an dem man locker 3 Wochen Strandurlaub hätte machen können.

igndeutschland
Quelle: IGN Deutschland

Und dann beginnt dieser D-Day, dieser längste Tag, einem Tag an dem selbst Luke Skywalker seine rechte Hand geben würde, damit er endlich endet… Der geneigte Zuseher wird mit actionlastigen Bildern verwöhnt, einer grandiosen Raumschlacht und überaus bildgewaltig aufgezogen: was geschieht, wenn der Todesstern ein Schüßchen auf nen Planeten abgibt… was hier wesentlich beeindruckender in Szene gesetzt ist als, zum Beispiel ein TodesTodesTodesTodesTodesStern, der gleich mehrere Planten auf einmal vernichtet.

Und dann, zu guter Letzt, der Auftritt eines alten bekannten: Darth Vader! Der, meiner Meinung nach, noch nie, in allen Filmen zuvor, so eine Macht und Präsenz ausstrahlte und diese am Schluss des Filmes auch Furios einsetzte.

reddit
Quelle: Reddit

Der Film ist sicherlich nichts für Zuseher die denken, dass Star Wars weiterhin in einer heilen Polly Poket Welt, Gut gegen Böse, leben sollte.

Die Rebellion ist schmutzig geworden! Und das ist gut so!

Auch wenn das manche einfach Uunglaublich finden!

Schaut Euch den Film an! Und falls Ihr ihn schon gesehen habt: Schaut Euch ihn nochmal an! Lieber noch solche guten Star Wars Storys in Zukunft als unkreative weitere Episoden in der „Hauptstory“.

Möge die Macht mit Euch sein!

 

Titelbild: Quelle: IGN Africa

 

 

 

Gefahr

Hallo Leute,

ich mache mir im Vorfeld immer lange Gedanken darüber, was ich in die Kolumne packe. Ich überlege und freue mich dann über kuriose und skurrile Ideen, die mir so zufliegen. Meistens kommt dabei eine lustige und bissige Kolumne, über seltsame Eigenarten mancher Menschen, heraus.

In den heutigen Zeilen wird dies etwas anders sein. Heute werde ich etwas dunklere Töne anschlagen und mich dem Thema „Gefahr“ widmen. Oder besser gesagt, dem Thema „sich in Gefahr begeben“.

Ich selbst begebe mich gerne in Gefahr. Hier reden wir jedoch von simpler, bzw. kontrollierter Gefahr. Damit meine ich z.B.: Hochseilgarten besuchen, Achterbahn fahren, mit dem Fahrrad schnell einen Berg herunter fahren, Bungee springen, Klettern, … solche Dinge halt. Ich mag den Nervenkitzel, den man dabei hat und man weiß (tief im Inneren), dass an sich nichts passieren kann. Ein kleiner Kick halt. Danach fühlt man sich (dank Adrenalin und Glückshormonen) besser, es ist relativ sicher und vor allem macht es Spaß.

Nun gibt es aber auch unkontrollierte Gefahren, die ich persönlich meiden würde. Hiermit meine ich Dinge, die mit Sicherheit auch einen Kick geben, aber eben nicht kontrolliert sind. Dabei denke ich an den Besuch bestimmter Viertel New Yorks (zu gewissen Uhrzeiten) oder daran, mit verbundenen Augen Auto zu fahren, bzw. Basejumps, aber auch heftigere Dinge, wie Russisch Roulette.

Nun werdet Ihr sicherlich denken, dass Dinge, wie Russisch Roulette, doch keiner macht. Es ist aber anders. Es gibt Beispiele für Ereignisse, in denen sich Personen (ob bewusst oder unbewusst) in Gefahr begeben. Ein Beispiel ist eine junge und hübsche Frau, die Nachts in entlegenen Winkeln einer Stadt joggen geht. Es ist natürlich komplett ihre Sache, was sie tut. Aber warum begibt diese Frau sich (in meinen Augen bewusst) in Gefahr? Selbst wenn sie Kampfsport ausübt, Pfefferspray dabei hat oder auch einen Elektroschocker. Was hilft das alles gegen eine Gruppe von Halunken, die ihr ans Geld und / oder an die Wäsche wollen? Warum geht die junge Dame nicht am Tag laufen? Oder (wenn ihre Arbeit oder ähnliches das nicht zulässt), warum geht sie nicht am Wochenende oder ins Fitness Studio? Ich betone nochmals, dass dies natürlich nicht mein Problem ist, dennoch stelle ich mir die Frage, warum sich jemand bewusst in eine solche Gefahr begibt. Ist das auch ein Kick? Erhöht es das Selbstbewusstsein? Fühlt man sich danach toll? Wahrscheinlich gehört es dazu. Wie beim Russisch Roulette auch.

Dann gibt es noch das Thema „Verbranntes Kind scheut das Feuer“ (oder auch nicht). Ich habe einmal ein Interview mit einer Frau gelesen. Diese wurde bereits mehrfach vergewaltigt und sah dennoch kein Problem darin, drei wildfremde Männer mitzunehmen, die per Anhalter in eine Stadt wollten. Der Journalist fragte die Frau, warum sie das denn täte. Es gäbe doch eine (nicht geringe) Chance, dass diese Männer ihr an Geld  und / oder Wäsche wollten. Die Frau wollte auf diese Frage nicht antworten, und der Interviewer wechselte das Thema. Ich weiß nicht mehr genau, wie die Unterhaltung weiter ging, aber die Geschichte mit den Anhaltern ist mir im Kopf geblieben. Warum macht diese Frau das? Sie hat mehrfach das (vielleicht) Schlimmste und Erniedrigenste erfahren, was einer Frau zustossen kann. Warum also reagiert sie nicht anders? Ist es vielleicht auch hier ein unbewusster, subtiler Kick? Oder geht es um das Vertrauen in die Menschheit, welches die Dame einfach nicht verlieren möchte? Ich habe mir lange und oft Gedanken über dieses Thema gemacht, aber kam zu keinem schlüssigen Ergebnis. Außer dem Fazit, dass auch diese Situation dem Russisch Roulette ähnelt. Nur, dass es hier nichts zu gewinnen gibt.

Warum mache ich mir solche Gedanken? Keine Ahnung. Ich weiß jedoch, dass mir, bei meinen „üblichen“ Kolumnen, lustige Dinge einfallen. Aber diese Kolumne ist eben anders. Die zwei genannten Situationen haben mich beschäftigt und ich dachte mir, dies mit Euch zu teilen. Ich würde mich sehr über Meinungen und Diskussionen freuen. Vielleicht seht ihr das alles anders?

Stay tuned

 

 

Stolz! und Vorurteil! und… Zombies:)

TraumfalterFilmwerkstatt
Bild: Traumfalter Filmwerkstatt

Hallo liebe Freunde der gepflegten Filmunterhaltung,

hallo liebe Tomatenzüchter da draußen,

wie viele meiner guten Freunde wissen, gehört Jane Austen zu einer meiner Lieblingsschriftstellerinnen. Sie hat großartige Werke geschrieben, die auch teilweise verfilmt wurden.

Dank einer, nennen wir es künstlerischen Freiheit, wurde ein famoses Stück Literaturgeschichte jetzt noch großartiger verfilmt!  Dieses I-Tüpfelchen, was alles besser macht… wie beispielsweis Speck – auf einfach allem, extra Oregano auf der Pizza, Senf auf nem weißen Würstchen, Maggi auf Ei etc… In diesem Fall heißt die besondere Würze: Zombies!

 

Stolz und Vorurteil &Zombies

oder Dr. Who trifft auf die Lennisters.

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2016

Dauer: 108 min

Regisseur: Burr Steers

Drehbuch: Burr Steers

Musik: Fernando Velázquez

Schauspieler:

Lily James (Elizabeth Bennet)

Matt Smith (Parson Collins)

Sam Riley (Colonel Fitzwilliam Darcy)

Bella Heathcote (Jane Bennet)

Ellie Bamber (Lydia Bennet)

Millie Brady (Mary Bennet)

Suki Waterhouse (Kitty Bennet)

Sally Phillips (Mrs. Bennet)

Charles Dance (Mr. Bennet)

Douglas Booth (Mr. Bingley)

Emma Greenwell (Caroline Bingley)

Jack Huston (Lt. George Wickham)

Lena Headey (Lady Catherine de Bourgh)

Aisling Loftus (Charlotte Lucas)

Dolly Wells (Mrs. Featherstone)

Tom Lorcan (Lieutenant Denny)

Jess Radomska (Annabelle Netherfield)

Hermione Corfield (Cassandra)

Eins vorne weg: Der literarische Vater der Geschichte ist eigentlich Seth Grahame-Smith, mit seinem 2009 veröffentlichten Buch, das ein Bestseller wurde. Nur kann man dieses Werk, meiner Meinung nach, nicht besprechen ohne auf Jane Austen zu verweisen, die immerhin für den Stolz und das Vorurteil gesorgt hat. Aus der Feder von Seth Grahame-Smith ist übrigens auch  Abraham Lincoln: Vampire Hunter. Den ich auch gut, aber alles in allem nicht so gelungen wie das Werk meiner heutigen Rezension finde.

Angesiedelt ist die Handlung im 19 Jahrhundert im EU on/off Mitglied England. Fast ganz England wurde von den Untoten überrannt. Nur London, durch einen riesigen Wall nebst Graben und einer einzigen Brücke zur Außenwelt geschützt, und ein paar gut befestigten Landsitze trotzen der Beißer Plage.

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Bild: Amazon

Mrs. Bennet (Sally Phillips) schlägt sich, in den höheren Kreisen, mit den damals üblichen Problemen rum: Wie findet man einen möglichst wohlhaben Gatten, mit anständigem Leumund, für ihre Töchter. Da Mr. und Mrs. Bennet damals noch keinen Fernseher und wohl auch sonst keine Hobbys hatten, sind es deren 5 und allesamt gut geraten.

Der Vater, Mr. Bennet – Charles Dance aka Tywin Lennister – wiederum versucht, seine Töchter vor Lüstlingen, Lüstlingen von Stand und untoten Lüstlingen von Stand zu beschützen. Aus diesem Grund schickt er seine Töchter nach China, um den Umgang mit Waffen und die Kampfkunst allgemein zu erlernen.

Dazu kommen ein Paar stattliche männliche Protagonisten wie Sam Riley, Jack Huston, Douglas Booth und mein persönlicher Favorit Matt Smith! Ja, geiler Scheiß! Und die Rolle die er spielt, erinnert in der Tat bisweilen an den Dr.! Herrlich! Die Herren der Schöpfung buhlen also, mehr oder weniger geschickt, in einer Zeit wo viele es nur auf die inneren Werte abgesehen haben, sprich das Hirn der jungen Damen,  um die Hand der holden Weiblichkeit.

Ebenfalls eine beeindruckende Rolle hat Lena Heady aka Cersei Lennister als Lady Catherine de Bourgh. Sie und ihre schwarze Legion haben sich dem Untotetötengeschäft verschworen.

Die Zombies in diesem Film sind nicht so wie annerleuts Untote. Wenn Menschen gebissen werden, sehen sie zugegeben etwas angefressen aus, können aber dennoch normal sprechen und interagieren. Erst wenn sie dem unstillbare Hunger und Verlangen nach menschlichen Gehirnen nachgeben und diese verzehren, mutieren sie in diesen Standard Zombie den man aus Film, Funk, Fernsehen und seiner Nachbarschaft kennt… und aus dem Spiegel am frühen Morgen bevor man den ersten Kaffee trinkt.

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Bild: Blogbusters

Wieso ich diesen Film mag: Die Schauspieler liefern allesamt eine ordentliche, manche sogar eine gute bis sehr gute Leistung ab, so dass man hofft, diese auch in weiteren Filmen zu sehen. Die Kampfszenen sind sehr gut choreografiert, die Zombies sehen sehr gut aus… so gut ein Zombie halt aussehen kann. Der Film ist auch mit einer ordentlichen Portion Witz versehen der einen, des Öfteren, zum Schmunzeln bringt. Die Schauspieler allesamt charismatisch und durch treffende Dialoge in dieser wunderschönen Sprache mit diesem bunten Wortschatz den wir heut zu Tage leider viel zu selten benutzen, einfach famos!

Und natürlich der Jane Austen Effekt! Der Schmalz! Die Romantik! Das Suchen und Finden der Liebenden!  Es endet mit einer Doppelhochzeit! Gewiss, die Hochzeit! Auch eine Möglichkeit ein Stück weit untot zu werden, höre ich manche sagen, aber ich als alte Romantiksau steh einfach drauf!

U.J.M. sagt: Schaut euch den Film an!

Möcht er euch die trefflich Kurzweil bieten, mit der auch mein feurig Herz verzückte!

P.S.: Liebe Krötmunity, ich bitte euch eine Petition für mich zu unterzeichnen, damit ich diese unangenehme Abmahnung los werde, die mich seid einigen Wochen nicht mehr schlafen lässt. Was Ihr dafür tun müsst? Einfach eine Nachricht an Krötor, unter dieser Rezension, schreiben. Die Petition trägt den Namen:

Deutliches Unrecht: Schäbige Persönliche  Abmahnung Schwachsinniger Schreiber Tyrannen

Aber keine Angst! Das müsst Ihr natürlich nicht alles in die Nachricht schreiben. Ihr könnt es ruhig abkürzen. So könnte es in Eurer Nachricht stehen:

Krötor (persönliche Anrede mag er) D.U.:S.P.A.S.S.T.

Ich bin davon überzeugt, wenn viele von euch mich unterstützen, nimmt er die unsägliche Abmahnung zurück.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Euer U.J.M.

Beitragsbild: IGN Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich entschuldige mich

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Hallo Leute,

wie der geneigte Leser vielleicht schon mitbekommen hat, wurde ich vom lieben U.J.M., aufgrund meines Beitrages zum Filmrätsel, sagen wir mal… angepisst. Ich selbst bin nicht der Typ für „Beef“ und werde deshalb auch keinen Gegenangriff starten. Schließlich ist U.J.M. ein geschätztes Mitglied der Krötor Redaktion. Daher werde ich mich lediglich entschuldigen:

  • ich entschuldige mich für die große Ader auf U.J.M.’s Stirn, die immer fett pocht, wenn er wütend oder aufgeregt ist
  • ich entschuldige mich dafür, dass U.J.M. es bis heute nicht auf die Reihe bekommen hat, sich einen Account hier im Blog anzulegen und somit auch als U.J.M. zu schreiben
  • ich entschuldige mich dafür, dass ich U.J.M.’s Beiträge auf Rechtschreibefehler überprüfe. Nicht, weil ich ihm nicht traue, sondern, weil er es (zurecht) möchte
  • ich entschuldige mich für den aktuellen Resident Evil Film
  • ich entschuldige mich für Donald Trump
  • ich entschuldige mich für die Affäre mit U.J.M.’s Mutter
  • ich entschuldige mich für U.J.M.’s Mutter
  • ich entschuldige mich für U.J.M.’s Leistung beim Superior Spiel mit Markus Heitz (als erster raus – von 10 Teilnehmern)
  • ich entschuldige mich dafür, U.J.M. nie darauf hingewiesen zu haben, dass sein Auto mehr als einen Gang hat
  • ich entschuldige mich  für Tim Bendzko
  • ich entschuldige mich für Mark Forster
  • ich entschuldige mich für Andreas Gabalier (das tut mir echt wahnsinnig leid)
  • ich entschuldige mich für den FC Bayern München
  • ich entschuldige mich dafür, dass Delphine die Kinder von Schweinswalen umbringen
  • ich entschuldige mich dafür, dass Delphin-Männchen in Gruppen ein Weibchen verge(wal)tigen
  • ich entschuldige mich für das Wortspiel in der letzten Entschuldigung
  • Ich entschuldige mich für den Schnurrbart, den U.J.M. in seinen jungen Jahren hatte. Hier ein kleines Video davon
  • Ich entschuldige mich für U.J.M.’s Poser verhalten, wenn es um Stephen Kings dunklen Turm geht
  • Ich entschuldige mich für die letzte Staffel Scrubs
  • ich entschuldige mich dafür, dass ich die Sätze mal mit kleinem „i“ und mal mit großem „I“ beginne
  • ich entschuldige mich dafür, U.J.M. aus der Gosse genommen zu haben und ihm die Möglichkeit gab, zu bloggen
  • ich entschuldige mich für die Erfindung des „Duck Face“
  • ich entschuldige mich für Selfie-Sticks
  • ich entschuldige mich für die Unwissenheit darüber, was U.J.M. 2 Stunden (!!!) aufm Klo macht
  • ich entschuldige mich für Mario Barth
  • ich entschuldige mich für die Erderwärmung
  • ich entschuldige mich für den Golf Sport
  • ich entschuldige mich für Frankreich
  • ich entschuldige mich für Leute, die 1000 Jahre alte Festival-Bändchen am Arm haben
  • ich entschuldige mich dafür, dass alle Eisbären Linkshänder sind
  • ich entschuldige mich dafür, dass Lucky Luke mit dem Rauchen aufgehört hat

Für all diese Dinge entschuldige ich mich. Aber NICHT für das Filmrätsel Nummer 8!!

Wenn Ihr das auch so seht, dann kommt zum Team Krötor. Was ist falsch daran, eine Filmfrage zu stellen? Warum muss man dafür verbal hingerichtet werden? Es kann nicht jeder das perfekte Rätsel gestalten. Aber meines war mit Herzblut. Und wenn ich kein Top Rätselsteller bin, bin ich dann ein schlechter Mensch? Ist nicht eher der ein schlechter Mensch, der mich in den Schmutz zieht?

#jointeamkrötor #nummer8lebt #stopujm #diegedankensindfrei #nummer8gibtnichtauf

Stay tuned and fuck U.J.M.

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Ma-Go Filmrätsel Auflösung und Siegerehrung

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Hallo Leute,

erstmal ein fröhliches FUCK YOU U.J.M. von meiner Seite. Aber mit dieser 10.-klassigen Karikatur einer Möchtegern-Blogger-Nachgeburt werde ich mich morgen auseinander setzen und mich natürlich entsprechend „entschuldigen“.

Nun zu etwas schönem, der Auflösung des Filmrätsels. Der Einfachheit halber, wiederhole ich zuerst jedes Rätsel wieder und schreibe die Antwort, mit Lösungsweg, darunter. Los geht es:

Rätsel 1:

Montagmorgen. Aufstehen. Zähne putzen. Essen. Auf Arbeit Philipps Garten umgraben. Gesagt bekommen, dass man seine Zähne nach dem Essen putzt. Nach Hause kommen. RTL 2. Zähne putzen. Youporn. Schlafen.

Aufstehen. Essen. Zähne putzen. Auf Arbeit Philipps Garten umgraben. Nach Hause kommen. Auf RTL 2 kommt eine Wiederholung. Zähne putzen. Youporn. Schlafen.

Aufstehen. Essen. Zähne putzen. Auf Arbeit schon wieder Philipps Garten umgraben. Nach Hause kommen. Zeigen die denn jeden Tag die gleiche Scheiße? Zähne putzen. Youporn. Schlafen.

Aufstehen. Essen. Zähne putzen. Das darf doch nicht wahr sein, dieser Philipp geht mir auf den Sack. Nach Hause kommen. Direkt Youporn. Schlafen.

Aufstehen. Essen. Zähne putzen. Wer zahlt bitte dafür, dass man fünf Mal seinen Garten umgräbt? Saufen, saufen, saufen, saufen, saufen, fressen und schlafen.

Ausschlafen. Anruf vom Chef. Es sei Montag und ich noch nicht auf Arbeit. Montag?! Heute ist Samstag. Habe ich so viel gesoffen? Ich habe doch nicht einmal einen Kater. Zur Arbeit hetzen. PHIL, DU HAST DOCH EINEN SCHATTEN! BIST DU BESCHEURT ODER EINFACH NUR EIN ARSCHLOCH? Gekündigt werden. Saufen und Youporn.

Ausschlafen. Anruf vom Chef. Es sei Montag und ich noch nicht auf Arbeit.

Lösung Rätsel 1:

 

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Bild: Newslichter

 

(…und täglich grüßt das Murmeltier, 1993, OT: Groundhog Day | Alle anderen Zeitschleifen-Filme sind keine Lösungen, da explizit von Phil – dem Namen des Murmeltiers – und seinem Schatten die Rede ist)

Rätsel 2:

Um Gotteswillen!
Ist das ein Musical? Da dreht sich alles um den größten Hit von Robbie Williams, eine der Hauptfiguren klingt nach Beyoncés Ehemann und die Hauptrolle spielt sogar noch eine berühmte Sängerin – stumm! Denkst du nicht auch, dass das ironisch ist?

Lösung Rätsel 2:

Bildergebnis für dogma
Bild: Fanpop

 

Lösung: Dogma

Gotteswillen = erste Andeutung auf die Handlung des Films

Größter Hit von Robbie Williams ist Angels, um die geht’s ja in Dogma.
Zitat aus der Wikipedia: „… Erst die Veröffentlichung der Single Angels im Dezember 1997 brachte den Anstoß zu einer der kommerziell erfolgreichsten Popkarrieren der Musikgeschichte. …“

Hauptfiguren des Films: Jay and Silent Bob. Ehemann von Bejoncé: Jay-Z.

Die Hauptrolle hat – jetzma ganz ehrlich gesagt: Gott. Und der wird von Alanis Morisette verkörpert, die kein Wort sagen darf weil sonst alle sterben müssten.

Denkst du nicht auch, dass das ironisch ist?“ ist eine bewusst stümperhafte, weil wortwörtliche Übersetzung von der Refraineinleitung eines ihrer größten Hits „Ironic“ der da lautet „…and isn’t it ironic, don’t you think..?“ Quelle: http://www.songtexte.com/songtext/alanis-morissette/ironic-53d60395.html

Rätsel 3:

Jede Idee ist schon einmal dagewesen. Diese auf jeden Fall. Vielleicht war die Zielgruppe beim gesuchten Film eine andere als beim inoffiziellen Remake dieses Jahr. Vielleicht haben die Macher auch gehofft, dass sich keiner mehr an unseren gesuchten Film erinnert. Ihr könnt ihnen jetzt das Gegenteil beweisen:

Im Gegensatz zur Kopie hat das Original eines der dunkelsten Komödien-Enden, das man sich vorstellen kann. Die wenigen, die die Geschichte überlebt haben, leiden entweder an einer psychischen oder an einer physischen Behinderung und der erwartete Geldsegen ist erheblich geschrumpft.

Lösung Rätsel 3:

Bildergebnis für very bad things
Bild: Mubi

(Very Bad Things, 1998 | Die Quasi-Kopie ist Girls‘ Night Out, der gerade im Kino läuft)

Rätsel 4:

Wenn es um Omas klein Häuschen geht, dann ist der Preis heiss und führt zu einem Wechsel der Oberbekleidung.

Lösung Rätsel 4:

Bildergebnis für happy gilmore
Bild: Playbuzz

Happy Gilmore – Um das Haus seiner Oma zu retten muss Happy Gilmore (Adam Sandler) die Pro Golf Tour gewinnen, dabei „trifft“ er Bob Barker, den amerikanischen Moderator von der Preis ist heiss. Am Ende steht dann der Jacketwechsel an für den Gewinner der Tour.

Rätsel 5:

Im SciFiQuiz von Filmlichter vergangenen Monat gab es eine Frage, deren Lösungsfilm viel mit Drogen und Sand zu tun hat. Und es ist keine allzu kühne Behauptung, dass das tierischste Element daraus für den heute gesuchten Film wiederbelebt wurde. Nur, dass sie sich hier auf die Jagd nach der Art Fleisch begeben, das Bud Spencer gerne zusammen mit seinen Bohnen gegessen hat.

Lösung Rätsel 5:

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Bild: Horror News Network

(Im Land der Raketenwürmer, 1990, OT: Tremors | Sandwürmer gab es bereits in Der Wüstenplanet und Speck ist ein Hinweis auf Hauptdarsteller Kevin Bacon)

Rätsel 6:

Die überragende Gestik und Mimik des misanthropen Hauptcharakters rettet diesmal nicht den Wal. Denn diesmal geht es um flatternde Fieslinge fernab von Falcones Gefilden.

Lösung Rätsel 6:

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Bild: Rotten Tomatoes

 

Lösung: Ace Ventura 2 – Jetzt wird’s wild

Mimik / Gestik: die Steckenpferde von Jim Carrey – denk nur mal an die Szene mit den Speeren in beide Beine, den Betäubungspfeil…

Misanthrop= Menschenfeind. Das ist Ace Ventura wirklich, erst recht im 2. Teil.

Ein Wal wurde im ersten Teil der Ace-Ventura-Reihe gerettet.

Die umständliche Umschreibung der (heiligen) Fledermaus als Handlungsträger im zweiten Teil:

Falcone ist der Bösewicht in Gotham. Dort gibt’s ziemlich große Fledermäuse hab ich gehört… echt flatternde Fieslinge

Ich gebe zu das war gemein, das war nur wegen dem Reim…

Rätsel 7:

Wie wohl heutzutage ein Vorstellungsgespräch innerhalb der 24 Stunden aussehen würde?

„Warum haben Sie sich für diese Stelle beworben?“

„Sonst hätten die vom Job Center mir meinen Hartz-IV-Satz gekürzt.“

„Warum haben Sie ihren vorigen Job aufgegeben?“

„Ich habe die Frau meines Chefs auf seinem Schreibtisch gevögelt und das ganze wurde live auf einem Beamer während der Jahresabschlusskonferenz gezeigt.“

„Wären Sie bereit für den Job umzuziehen?“

„Davor täusche lieber ich ein halbes Jahr einen Burnout vor und sie sehen mich hier nie wieder.“

„Wer sind Ihre Vorbilder?“

Cheech & Chong.“

„Was sind Ihre Stärken und was sind Ihre Schwächen?“

Ich kann nicht lügen und ich kann nicht lügen.

„Was würden Sie tun, wenn Sie nicht arbeiten müssten?“

„Auf Vorstellungsgespräche gehen und nicht genommen werden, um auch weiterhin nicht arbeiten zu müssen.“

„Wie gehen Sie mit Kritik um?“

„Was soll das denn heißen? Unterstellen Sie mir gerade, ich könnte nicht mit Kritik umgehen? Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind? Bloß weil Sie auf diesem Stuhl hier sitzen, sind Sie noch lange kein besserer Mensch als ich. Kein Grund sich so aufzuspielen und mich von oben herab zu verurteilen.“

„Haben Sie noch Fragen?“

„Darf ich jetzt endlich gehen?“

Lösung Rätsel 7:

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Bild: Just Watch

(Der Dummschwätzer, 1997, OT: Liar Liar | Jim Carrey kann nach dem Wunsch seines Sohnes 24 Stunden lang nicht lügen)

Rätsel 8:

Waynes World für Erwachsene, ohne dämliche Show aus dem Keller. Dafür aber mit Schnaps und Party.

Lösung Rätsel 8:

Bildergebnis für chicks film
Bild: Amazon

Chicks, 1994. Die Hauptdarsteller erinnern an die beiden Hauptdarsteller in Waynes World. Nur sind diese beiden etwas überzeichneter und derber. Eine Show gibt es dort nicht, aber dafür viel Feierei und den berühmten SCHNAPS (bing).

Rätsel 9:

Während sich Biologen noch darüber streiten, ob es sich um eine Raffe oder um einen Atten handelt, darf sich die Hauptfigur hierzulande über fünf Minuten lang nicht als Gärtner ausleben. Oder mit noch kryptischeren Worten: Artikel 6 ist gerade in aller Munde, aber vielleicht sollte man auch mal Artikel 5 des Grundgesetzes näher betrachten. Am Ende ist es doch nur eine Liebeskomödie – mit einem Kuss, den Sternen und dem Mond.

Lösung Rätsel 9:

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Bild: Filmstarts

(Braindead, 1992 | Raffe und Atten spielen auf den Rat-Monkey an, der für die Zombie-Plage verantwortlich zeichnet; die berühmte Rasenmäher-Szene wurde um 308 Sekunden aus der deutschen FSK-16-Fassung geschnitten; in der letzten Szene küssen sich die Hauptfiguren und laufen dann händchenhaltend in den Abspann zu den Klängen von „The Stars and the Moon“)

Rätsel 10:

Hätte der Insel-Nijntje mal besser singen sollen. Obwohl: er hätte ihr Herz sicher nicht mit dem berühmten Gassenhauer von Mean Dartin erobert. Wenn doch, hätte sicher nicht der Schlosser das letzte Wort gehabt!

Lösung Rätsel 10:

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Bild: Cinema.de 

Lösung: Robin Hood – Helden in Strumpfhosen

Insel-Nijntje: Insel= England, erste Andeutung auf den Schauplatz des Films + https://de.wikipedia.org/wiki/Nijntje, Zitat: „…Der Name „Nijntje“ ist vom niederländischen Wort „Konijntje“ (Kaninchen) abgeleitet. In deutschen und englischen Ausgaben ist „Nijntje“ mit „Miffy“ oder „Nina“ übersetzt. …“

Miffy= Geheimer Vorname des Sherrifs von Nuttingham.

„Hätte besser mal singen sollen“ wie Robin von Loxley, der mit dem Dean-Martin-Hit „The night is young and you’re so beautiful“ das Herz von Marian erobert. Da Miffy oft die Anfangsbuchstaben vertauscht hier: Mean Dartin.

Die letzten Worte im Film sind „…holt einen Schlosser!! Einen Schlosser!!“

Das war es. Ende aus, Mickey Mouse. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, zusammen mit Schurzgeschichtenschreiber das Filmrätsel von Ma-Go zu präsentieren.

Bleibt noch die Ehrung der Sieger:

Ich fange hier auch mit den SONDERpreisen an:

Herr Moser bekommt den „Bester Start und dann direkt Ende“ Preis:) Schön, dass Sie dabei waren

eccehomo42 bekommt den „Er war stets bemüht“ Preis

Und nun zu den Top 3:

Platz 3: Niemand

Platz 2: ivonni21 und Ma-Go – GLÜCKWUNSCH!!!

Platz 1: Filmlichter – Und damit ist das Rätsel wieder bei Dir!! GLÜCKWUNSCH ZUM SIEG!!!

Stay tuned and FUCK U.J.M.

#teamkrötor

Ma-Go Filmrätsel numero 7 von 10

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Hallo Leute,

und munter weiter geht es Richtung Ende mit Runde 7. Noch ist alles offen, wobei der Spitzenreiter schon überholt wurde. There is a new sheriff in town:)

Und hier das Rätsel, diesmal wieder von unserem Freund Schurzi:

 

Wie wohl heutzutage ein Vorstellungsgespräch innerhalb der 24 Stunden aussehen würde?

„Warum haben Sie sich für diese Stelle beworben?“

„Sonst hätten die vom Job Center mir meinen Hartz-IV-Satz gekürzt.“

„Warum haben Sie ihren vorigen Job aufgegeben?“

„Ich habe die Frau meines Chefs auf seinem Schreibtisch gevögelt und das ganze wurde live auf einem Beamer während der Jahresabschlusskonferenz gezeigt.“

„Wären Sie bereit für den Job umzuziehen?“

„Davor täusche lieber ich ein halbes Jahr einen Burnout vor und sie sehen mich hier nie wieder.“

„Wer sind Ihre Vorbilder?“

Cheech & Chong.“

„Was sind Ihre Stärken und was sind Ihre Schwächen?“

Ich kann nicht lügen und ich kann nicht lügen.

„Was würden Sie tun, wenn Sie nicht arbeiten müssten?“

„Auf Vorstellungsgespräche gehen und nicht genommen werden, um auch weiterhin nicht arbeiten zu müssen.“

„Wie gehen Sie mit Kritik um?“

„Was soll das denn heißen? Unterstellen Sie mir gerade, ich könnte nicht mit Kritik umgehen? Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind? Bloß weil Sie auf diesem Stuhl hier sitzen, sind Sie noch lange kein besserer Mensch als ich. Kein Grund sich so aufzuspielen und mich von oben herab zu verurteilen.“

„Haben Sie noch Fragen?“

„Darf ich jetzt endlich gehen?“

 

Viel Spaß beim Rätseln und stay tuned.

UND: RIP Chester Bennington. Zu Deinem Gedenken: